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Heraus­forde­rungen mittel­großer Städte Asi­ens

Maria Mejia absol­vierte ein sechs­mona­tiges Prakti­kum bei der Deut­schen Gesell­schaft für Inter­natio­nale Zu­sam­menar­beit (GIZ) und der Asiati­schen Ent­wick­lungs­bank (ADB) im Be­reich „Ka­pazi­täts­auf­bau“ und „Nachhaltige Städ­te“. Sie ge­wann Einbli­cke in zwei der größ­ten multi­latera­len Orga­nisati­onen, die welt­weit Ent­wick­lungs­projek­te för­dern. Sie unter­stützte dabei die „Cities Deve­lop­ment Initia­tive for Asia (CDIA)“, ein regio­nales Pro­gramm zur Ent­wick­lung und Um­set­zung von Stadt­ent­wick­lungs­projek­ten.

Die Agen­da der UN-Nachhal­tig­keits­ziele im lokalen Kon­text

Eines der Haupt­ziele der CDIA ist die Stär­kung lokaler Kapa­zitäten, um die Agen­da der UN-Nachhal­tig­keits­ziele umzu­setzen. Vertre­terin­nen und Vertre­ter der Stadt, aber auch natio­nale Be­hörden wie Mini­sterien und multi­laterale Orga­nisati­onen (z. B. UN-HABITAT und Local Governments for Sustainability) arbei­ten Hand in Hand mit der CDIA, um dieses Ziel zu errei­chen. Dazu stellen natio­nale Vertre­terin­nen und Vert­re­ter der CDIA eine Zu­sam­men­stel­lung der Be­dürf­nisse, mit denen Städte kon­fron­tiert wer­den, zur Ver­fü­gung. Inter­natio­nale Partner unter­stützen die Ent­wick­lung und Um­set­zung des inter­städti­schen Aus­tauschs. In diesem Zu­sam­men­hang war Maria Mejias Haupt­aufga­be die Ein­schät­zung der Ergeb­nisse und der Wir­kung von Kapa­zitäts­auf­bau-Akti­vitäten der CDIA der letzten 10 Jahre. Sie analy­sierte sowohl quanti­tative als auch quali­tative Daten von 116 Trai­nings-Aktivitä­ten mit ca. 3.000 Teil­nehme­rinnen und Teil­neh­mern. Wei­terhin führte sie eine offene Befra­gung von 1.000 Teil­nehme­rinnen und Teil­neh­mern durch, um den Ein­fluss der CDIA-Aktivitä­ten auf das tägli­che Ar­beits­leben von hoch­rangi­gen Vertre­terin­nen und Vertre­tern der Stadt zu do­ku­men­tie­ren.

Stadtökologie


Maria Mejias Prakti­kum bei der CDIA schloss eben­falls die Bereit­stel­lung von Emp­feh­lungen zur Be­rück­sichti­gung städti­scher Bio­diver­sität und Öko­sys­temdienstleis­tungen in CDIA-Projek­ten, die offene Stadt­flächen wie Feuchtgebie­te, Bäche, Flüsse, Korri­dore oder Park­anlage betref­fen, ein. Sie unter­stützte dabei das „Reju­venati­on of the Santa Inez Creek in Pa­naji”-Projekt in der Haupt­stadt des indi­schen Bun­des­staates Goa. Dieses Projekt bietet ein im­menses Poten­zial für den Kapa­zitäts­aufbau zur lokalen Bio­diver­sität, wie Vogel­be­obach­tungen und städti­sches Gärt­nern. Aber auch für die Fähig­keit der Städte, mit Kli­ma­wan­delef­fekten umzu­gehen, wird hier unter­stützt. Eine ver­stärkte Begrü­nung entlang von Bä­chen zur Ver­hinde­rung von Über­flutun­gen wäh­rend des Mon­suns und die Ab­milde­rung des Ef­fekts städti­scher Wär­mein­seln in der Tro­cken­zeit seien hier als Bei­spiele ge­nannt.

Dieses Prakti­kum hat Maria Mejia, Studie­rende des Elite­studi­en­gangs „Global Change Ecology“, einen großen Schritt im Ver­ständ­nis der Her­aus­forde­rungen von Städ­ten im Globa­len Süden voran­ge­bracht – ein Inte­resse, das sowohl ihre aka­demi­sche als auch beruf­liche Karrie­re um­spannt.

Text: Elitestudiengang „Global Change Ecology“