Elitenetzwerk: Detail
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Studie­ren für das Le­ben

2006 nahm der erste Jahr­gang des in­ter­natio­nalen Mas­terstu­dien­ganges „Glo­bal Chan­ge Ecolo­gy“ (GCE) im Elite­netz­werk Bayern sein Stu­di­um auf. Seit­dem haben einige Jahr­gänge das Studi­um ab­ge­schlos­sen und es laufen bereits die Vorbe­reitun­gen für den neu­es­ten Jahr­gang 2020, wel­cher aus der ganzen Welt im Herbst in Bay­reuth zu­sammenkommen wird. Mehre­re GCE-Alumni be­rich­teten über ihre Zeit nach dem Studi­um und gaben den derzei­tigen Studie­renden Tipps.

Verschiedenste Berufe im Natur- und Umweltschutz

Einige der GCE-Alumni sind mitt­lerwei­le in der For­schung und Leh­re tä­tig: Da ist zum Bei­spiel Prof. Dr. Manu­el Stein­bauer, der zu den Stu­die­renden des aller­ersten Jahrgan­ges des Elitestudiengangs „Global Change Ecology“ gehör­te. Im August 2019 kehrte er als Profes­sor für Spor­töko­logie an die Uni­versität Bay­reuth zurück und wird schon bald selber GCE-Studie­rende un­ter­rich­ten.

Oder Dr. Gesche Blu­me-Wer­ry, die derzeit als Post­doc an der Uni­versität Greifswald arbei­tet und zur Wie­der­vernäs­sung von Torf­moo­ren forscht. Md Lok­man Hossain wie­derum un­ter­richtet an der Deut­schen Uni­versität Bang­la­desch Kurse wie „Kli­ma­wan­del“ oder „Öko­logie“. Patrick von Jeetze pro­mo­viert zurzeit am Pots­dam Institut für Kli­ma­folgen­for­schung zu Mensch-Na­tur-Be­zie­hungen in land­wirt­schaft­lich ge­präg­ten Land­schaf­ten auf globa­ler Ebene. Dage­gen hat Dr. Sia Gos­he­va-Oneys Weg in die Schweiz nach Zürich ge­führt, an die Uni­versität Zürich und Eid­ge­nössi­sche Tech­nische Hoch­schule Zürich. Dort berät sie unter ande­rem Wis­sen­schaft­lerIn­nen zu För­der­pro­gram­men der EU. Früher arbei­tete sie für die „Deut­sche Gesell­schaft für Inter­natio­nale Zu­sam­menar­beit GmbH“ als Berate­rin zum Nexus Was­ser-, Ener­gie- und Ernäh­rungs­sicher­heit. Asja Bernd arbei­tet auf der Insel Vilm bei Rügen an der Inter­natio­nalen Na­tur­schutzaka­demie des Bun­desam­tes für Natur­schutz und konzi­piert und plant dort Work­shops zu ak­tuellen natio­nalen und inter­natio­nalen Natur­schutz­the­men.

Ande­re GCE-Alumni wiede­rum enga­gieren sich bera­tend und in­for­mie­rend in Unter­neh­men, Ver­bänden und in der Ver­wal­tung: Dr.-Ing. Albert Hans Baur arbei­tet in der Un­ter­neh­mens­bera­tung und entwi­ckelt u.a. Kli­ma- und Nach­haltig­keits­strate­gien für Unter­neh­men. Ka­tha­rina Funk setzt das Klima­schutzkon­zept der Stadt Erlan­gen um. Farina Hoff­mann ist Pro­jekt­mana­gerin beim Na­tur- und Um­welt­schutzver­band “Grüne Liga“ und Nora Marie Za­remba schreibt für einen täglich er­schei­nenden Newsletter des Ta­ges­spie­gels, der u.a. Mini­sterien über die neues­ten Ent­wick­lungen in der Ener­gie- und Klimapolitik infor­miert.

Tipps der „Alten“ an die „Neuen“

Den der­zeiti­gen GCE-Studie­renden geben die GCE-Alumni ver­schie­de Rat­schläge mit auf den Weg:

  • Asja Bernd hebt den Reich­tum hervor, der durch die große Diver­sität der Stu­die­renden des inter­natio­nalen Studi­engan­ges ent­steht, denn „das Lernen vonei­nander ist ge­nauso wich­tig wie das Lernen in Vor­lesun­gen“.
  • Katha­rina Funk ermun­tert dazu, mög­lichst viele der zusätz­lichen freiwil­ligen Ange­bote des Studi­engan­ges zu nutzen, z.B. an Um­welt­konfe­renzen teilzu­neh­men und Prakti­ka zu ab­sol­vie­ren. 
  • Md Lok­man Hossain erin­nert an die Bedeu­tung des „Netz­wer­kens“ durch die Teil­nahme an Um­welt­konfe­renzen, Work­shops und Sci­ence Schools.
  • Patrick von Jeetze rät dazu, sich genü­gend Zeit zu geben um her­auszu­finden, wo­rüber man mehr erfah­ren und was man in der Welt verän­dern wol­le.
  • Farina Hoff­mann schlägt vor, dort Prakti­ka zu absol­vieren, wo man sich später einmal beruf­lich sehen könnte und es in Er­wä­gung zu zie­hen, neben dem Studi­um schon etwas zu ar­bei­ten.
  • Sia Gos­he­va-Oney emp­fiehlt die Stu­dien­zeit zu genie­ßen und aktiv zu ge­stalten und sagt: „Was ihr wäh­rend des GCE-Studiums lernt, wird euch wäh­rend eurem gesam­ten Be­rufs­weg unter­stützen und beein­flus­sen, wer ihr als Person wer­det“.
  • Und Gesche Blu­me-Wer­ry fasst ab­schlie­ßend ihren Rat­schlag an die neuen GCE-Studie­renden mit einem Satz zu­sam­men: „Folgt eurer Lei­den­schaft und Neu­gier­de!“

Text: Valentin Emanuel Lang, Elitestudiengang „Global Change Ecology“