Elitenetzwerk: Ethik der Textkulturen

Ethik der Textkulturen

Prozesse gesellschaftlicher Differenzierung führen nicht selten zu un­über­sicht­lichen und prekären Akzentuierungen und Pri­o­ri­sie­rungen. Der Elite­studien­gang reagiert auf diese Herausforderung durch einen reflexiven Um­gang mit Orientierungs­wissen: Der Wechsel­bezug zwischen sprach­lichen Di­men­si­onen von Wertsetzungen und einer ethischen Di­men­si­on der Sprache wird in ver­schie­de­nen Textkulturen verhandelt. Dabei geht es vor allem um die Analyse von Wertungs­prozessen und ihren auch sprach­lichen Bedingungen der Möglichkeit. 

Der Elitestudiengang in der Übersicht

AbschlussartMaster of Arts
StudiendauerVier Semester
Studienorte Augsburg, Erlangen
Zugangs­voraus­­setzungenEinschlägiger Bachelor-Abschluss aus den Geisteswissenschaften
Unterrichts­sprache Deutsch, teilweise Englisch
Bewerbungs­frist 15. Februar, 1. August
Hier geht es zur Bewerbung
Studien­beginn Winter- und Sommersemester
Leitung Prof. Dr. Mathias Mayer (Augsburg)
Prof. Dr. Christine Lubkoll (Erlangen)
Organisation Julian Werlitz (Augsburg)
E-Mail an den Koordinator senden Eva Knöferl (Erlangen)
E-Mail an die Koordinatorin senden
Weitere InformationenWebpräsenz Ethik der Textkulturen

Wie hängen Werte und Sprache zusammen?

Der Elitestudiengang „Ethik der Text­kul­tu­ren“ bietet herausragenden Stu­die­ren­den aus dem In- und Aus­land eine breite wis­sen­schaft­liche Förderung auf dem Gebiet unter­schied­licher Textkulturen, zu denen in einem weiten Sinn nicht nur Religion und Philo­sophie, Literatur und Medien, sondern auch die Politik und semiotische Systeme der Alltags­kultur und der angewandten Ethik zählen. Sie werden früh an die internationale Spitzenforschung und deren Methoden herangeführt. Eine wichtige Rolle spielt die Auseinandersetzung sowohl mit sys­te­ma­tisch-theoretischen Fragestellungen als auch mit his­to­rischen Er­fah­rungen, die bis in die unmittelbare Gegenwart reichen. Weiterhin ist die Vermittlung von Schlüss­el­qua­li­fi­ka­tion­en bedeutsam, da sie ent­schei­dend sind für lebens­langes Lernen und die kon­ti­nu­ier­liche An­eig­nung neuer wis­sen­schaft­licher Er­kennt­nisse. Methodologische Impulse aus phi­lo­lo­gischen und kul­tur­wiss­en­schaft­lich­en, dis­kurs­ana­ly­ti­schen und pragmatischen Perspektiven werden genutzt und geübt.

Individuelle Betreuung

Auf der breiten interdisziplinären Aus­rich­tung auf­bauend sind diverse Spe­zi­a­li­sie­rungen möglich. Bei deren Wahl werden die Stu­die­ren­den mit Blick auf ihre Interessen und Berufs­planung im Rahmen des Men­to­ren­pro­gramms beraten. Eigens an­ge­bo­te­ne Grund­lagen- und Kompakt­seminare führen die Studierenden sowohl gemeinsam wie im Aus­tausch mit auch inter­nationalen For­schungs­per­sön­lich­keiten in die wis­sen­schaft­liche Arbeit ein.


Neben dem hohen fachlichen Ni­veau des Elite­studien­gangs „Ethik der Textkulturen" profitieren die Studentinnen und Studenten auch von Maß­nahmen zur Persön­lich­keits­entwicklung und der Förderung der Füh­rungs- und Sozial­kompe­tenz. Sie sollen damit auf die Über­nahme von leitenden Positi­o­nen in Gesellschaft, Wirt­schaft und Wissen­schaft vor­bereitet werden.

Die Fragwürdigkeit dessen, was oftmals als oberster oder entscheidender Wert vertreten wird, kann als Berechtigung eines Studiengangs gelten, in dem gerade die Voraussetzungen und die Problematik solcher Setzungen analysiert werden.

Prof. Dr. Mathias Mayer

Aus dem Elitestudiengang

Analyse von Interaktion

Das Projekt analysiert soziale Interaktionen, in denen jemand als „normal-gewöhnlich“ positioniert wird.

Zum Bericht

Drei junge Menschen im angeregten Gespräch.

Literatur­gespräche

Die Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement bieten seit 2018 ein vielseitiges Forum zur Diskussion von Literatur und Engagement.

Zum Bericht

Ein junger Mann steht inmitten sitzender Menschen und spricht engagiert in ein Mikrofon.

Einblicke in die Forschungsarbeit

Ethik des Trans­zendenz­verlusts

Markus Wölfl arbeitete in seiner Masterarbeit zur Ethik des Transzendenzverlusts am Beispiel von Pedro Calderons „Das große Welttheater“.

Den Feind beschreiben

Joachim Peters setzte sich in seiner Masterarbeit mit der Presseberichterstattung über Krankenhauskeime und die Mechanismen öffentlicher Wahrnehmung und Wertung auseinander.

Monstrosität

Nina Blagojevic untersuchte in ihrer Masterarbeit das Thema „Monstrosität“ als einen psychodynamischen Prozess auf Basis soziologischer Theorien von Identitätskonstruktion.