Zurück zur Übersicht

Jazz aus China? Sommerfest des Max Weber-Programms 2026

Rund 250 Stipendiaten und Stipendia­tinnen des Max Weber-Programms kamen am 13. Juni 2026 zum Sommer­fest in Erlangen zu­sammen. Im historischen Redouten­saal erwartete die Teil­nehmen­den ein abwechslungs­reiches Pro­gramm aus wissen­schaftlichen Impulsen, musikalischer Unter­haltung und leckerer Ver­pflegung. Nach dem spannenden Fest­vortrag haben die Erlanger Geförder­ten viele unter­haltsame Aktivitäten organisiert, um die Stadt Erlangen besser kennen­zulernen und den Nach­mittag gemeinsam zu erleben und zu genießen. MWP-Stipendiatin Julia Manlik berichtet von ihren Ein­drücken vom Sommer­fest.

Bereits beim Empfang im Oberen Foyer des histori­schen Redouten­saals herrschte eine lebendige und herzliche Atmos­phäre. Bei Kaffee und kleinen Er­frischungen nutzten viele Gäste die Gelegen­heit, alte Bekannt­schaften wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. Die offizielle Er­öffnung im barocken Fest­saal wurde von einer musikalischen Dar­bietung von Tamay Can Coban von der Technischen Uni­versität München begleitet. Anschließend begrüßten die Erlanger Ge­förderten die Gäste und stellten das vielfältige Programm für den Nach­mittag vor, das sie mit großem Engagement vor­bereitet hatten.

Grußwort griff das MWP-Jahresthema „Imagination“ auf

In seinem Gruß­wort griff Daniel Fix vom Bayerischen Staats­ministerium für Wissen­schaft und Kunst das dies­jährige Jahres­thema „Imagination“ auf und würdigte die vielen Möglichkeiten, die das Elite­netzwerk Bayern bietet. Dr. Anke Dörner, Leiterin des Max Weber-Programms, hieß die An­wesenden ebenfalls herzlich will­kommen. Mit einer unter­haltsamen Einführung rund um „Wissens­wertes über Er­langen“ und einem Blick auf das neue Leit­bild des MWP betonte sie die besondere Bedeutung von Gemein­schaft, Aus­tausch und inter­disziplinärer Ver­netzung innerhalb des Max Weber-Programms. 

Beitrag von

Festvortrag rund um die Künstliche Intelligenz

Ein Höhe­punkt des Vormittags war der Fest­vortrag von Prof. Dr. Anna Kruspe von der Hoch­schule München mit dem Titel „Jazz aus China? Auf dem Weg zu einer globalen KI“. Moderiert wurde der Vor­trag von Dr. Matthias Weiland. Die KI-Expertin widmete sich der Frage, wie kulturelle Vielfalt in Künstli­cher Intelligenz abgebildet wird und welche Heraus­forderungen dabei entstehen. Anschaulich zeigte sie auf, dass viele KI-Systeme über­wiegend mit englisch­sprachigen und westlich geprägten Daten trai­niert werden und dadurch kulturelle oder geschlechts­spezifische Ver­zerrungen ent­stehen können. Der ebenso informative wie unter­haltsame Vortrag stieß auf großes Interesse und führte zu einer leb­haften Frage­runde mit zahl­reichen Wort­meldungen aus dem Publikum.

Entspannte Atmosphäre: Stadtführung, Pub-Quiz, Schafkopfturnier und vieles mehr

Beim anschließenden Mittag­essen boten die angenehme Atmos­phäre und das gute Essen beste Voraus­setzungen für weitere Gespräche und Begeg­nungen. Am Nach­mittag erwartete die Teil­nehmenden ein abwechslungs­reiches Programm, das von Ge­förderten aus Erlangen und Nürnberg organisiert wor­den war. Die Angebote reichten von Stadt­führungen und Aus­flügen in die Natur bis hin zu geselligen Aktivitäten. Auch konnte man das Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg oder ein Bier­keller der bekannten Berg­kirchweih erkunden. Wer den Austausch in lockerer Runde suchte, konnte den Tag bei einem Pub-Quiz, im Schloss­garten oder beim Schafkopf­turnier ausklingen lassen.

Text: Julia Manlik / Max Weber-Programm