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(Inter)Disziplinarität auf 2.650 Metern

Beim Workshop (Inter)Disziplinarität auf dem Schneefernerhaus kamen Doktoranden, PIs und internationale Gäste zusammen, um über fachliche Identität und überfachliche Orientierung in der modernen Wissenschaft nachzudenken. Der einzigartige Ort auf 2.650 Metern lud dazu ein, das Verhältnis zwischen Disziplin, Interdisziplinarität und der eigenen Rolle als Forschende neu zu denken.

Forschen, Reflektieren, Vernetzen

Das Schneefernerhaus auf der Zugspitze, Deutschlands höchstgelegener Umweltforschungsstation, bildete den Rahmen für unseren Workshop des Internationalen Doktorandenkollegs „Um(welt)denken“ zur wissenschaftlichen Selbstverortung. Der außergewöhnliche Ort auf 2.650 Metern war dabei mehr als nur eine Kulisse: Er war selbst Teil des Programms. 

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie sich junge Forschende aus den Geistes- und Sozialwissenschaften in der eigenen Disziplin verankern und sich gleichzeitig in der multi-, inter- und transdisziplinären Landschaft der heutigen Wissenschaft positionieren können. Schnell stand fest, das Disziplingrenzen nicht gänzlich aufgehoben werden sollten und dass es sich lohnt, die eigene fachliche Herkunft als Stärke zu begreifen. Promovierende, PIs und internationale Gäste diskutierten gemeinsam, lernten voneinander und stellten grundlegende Fragen über Sinn, Orientierung und wissenschaftliche Identität, hoch über den Wolken und mit Blick auf die Alpen. 

Die Klimastation Schneefernerhaus liefert nicht nur wichtige Klimadaten, sondern steht auch für die Verflechtung von Nationen, Disziplinen und Generationen. Wie dies alles zusammenhängt, erklärte uns Laura Schmidt. Die an der Universität ausgebildete Geografin machte anhand der Geschichte des Gebäudes und der hier erfolgenden Forschung anschaulich, wie Wissenschaft und Ort miteinander verwoben sind.

Text: Kirsten Twelbeck, Laura Grötsch, Internationales Doktorandenkolleg „Um(welt)denken“