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iGEM München gewinnt Best Diagnostics

Je­des Jahr ver­eint der in­ter­nati­ona­le i­GEM (In­ter­nati­onal Ge­neti­cally En­gi­neered Ma­chi­ne)-Wettbe­werb für syn­the­ti­sche Bio­logie Stu­die­ren­de aus aller Welt. Im Ok­tober prä­sen­tier­ten über 400 Teams in Paris ihre For­schung vor mehr als 10.000 Teil­nehmenden und stell­ten in­no­vati­ve An­sätze zur Lö­sung glo­baler Her­aus­for­de­run­gen vor.

Ideen austauschen, Ergebnisse vorstellen

Auch i­GEM München war mit Stu­die­ren­den ver­schiede­ner Fachrich­tun­gen ver­tre­ten. Das Team ver­einte An­ge­höri­ge der LMU, der TUM so­wie Teil­nehmende der Eli­te­stu­di­en­gän­ge „Human Bio­logy – Prin­cip­les of Health and Disease“ und „Responsibility in Sci­ence, En­gi­nee­ring, and Techno­lo­gy“.

InkSight – ein zellbasiertes Tattoo als Sensor

Un­ser Team, i­GEM München, prä­sen­tierte das Pro­jekt In­kSight, ein Tat­too aus gen­tech­nisch ver­än­der­ten Säu­ge­tier­zel­len zur kon­tinu­ierli­chen Überwa­chung von Bi­o­mar­kern. Schwan­kun­gen der Bi­o­marker­wer­te wer­den durch Ver­än­de­run­gen der Tat­too­pig­mentie­rung di­rekt sichtbar ge­macht. Die Zel­len tra­gen eine Mo­dula­re Ext­razellulä­re Sen­sor-Ar­chi­tek­tur (MESA), die die Kon­trastän­de­rung des Tat­toos aus­löst. En­cap­su­lin-Nanokäfige mit Ty­ro­sina­sen sor­gen für eine loka­li­sier­te, si­che­re Me­la­nin­pro­duk­tion. In­kSight ist da­mit der erste kon­tinu­ierli­che, zell­ba­sier­te Tat­too-Bio­sen­sor mit visu­el­lem Out­put und schafft eine in­no­vati­ve Platt­form für de­zent­rale Di­ag­nos­tik und per­sona­li­sier­te Me­di­zin. Die­ses Pro­jekt ver­eint syn­the­ti­sche Bio­lo­gie, Bio­en­gi­nee­ring und translati­ona­len An­satz in ei­nem an­schauli­chen, pati­en­ten­na­hen Bio­sen­sor.

iGEM ist mehr als nur das Labor

Die Ar­beit für i­GEM geht weit über La­bo­rex­pe­ri­men­te hin­aus. Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­ben wir Themen der syn­the­ti­schen Bio­logie der Öf­fent­lich­keit nä­her­ge­bracht und Schülerin­nen und Schülern La­bor­ar­beit er­mög­licht. Bei Girls’ Day und i­GEM@School be­treu­ten wir Ex­pe­ri­men­te, wer­teten Da­ten aus, ana­ly­sier­ten Probleme und ver­mit­tel­ten Grundla­gen in Py­thon. Au­ßer­dem konnten Teil­nehmende aus allen Se­mes­tern Ein­bli­cke in ver­schiedene Stu­di­en­gän­ge ge­win­nen. 

Dar­über hin­aus ent­wi­ckel­ten wir eine Software zur schnellen Er­stel­lung neu­er ME­SA-Re­zep­toren, die als Bes­tes Softwa­re-Tool aus­ge­zeichnet wur­de. Alle Ex­pe­ri­men­te, Er­geb­nisse und Outreach-Ak­tivi­täten sind auf unse­rem Wiki do­ku­men­tiert – von der Pro­jekt­über­sicht über Ana­lysen bis hin zu An­lei­tungsvi­deos. Für seine Struktur und Pra­xis­nähe er­hielt das Wiki den Preis für das Bes­te Wiki und dient nun als Vor­bild für zu­künf­tige i­GEM-Teams.

Grand Jamboree in Paris

Der Grand Jam­bo­ree in Paris bot uns die Ge­le­gen­heit, unser Pro­jekt und unse­re For­schung mit Teams aus der gan­zen Welt und Ex­per­ten aus Wis­sen­schaft und In­dust­rie in einer Liv­e-Präsen­tati­on und an unse­rem Stand vor­zu­stel­len. Wir sind au­ßer­dem stolz da­rauf, für alle an­ge­strebten Prei­se no­mi­niert wor­den zu sein, uns unter den Top 10 der über 400 Teams zu plat­zie­ren und als das beste Di­ag­nostikpro­jekt aus­ge­zeichnet wor­den zu sein. Zu­sätz­lich konnte das Team wie­der­holt eine Goldme­dail­le für „Ex­zel­lenz in Syn­the­ti­scher Bio­lo­gie“ nach München ho­len! Un­sere Rei­se wäre ohne die Un­ter­stüt­zung unse­rer Sponso­ren, zu de­nen auch das Eli­te­netzwerk Bay­ern ge­hört, nicht mög­lich ge­we­sen.

Weitere Details zum Projekt finden Sie in unserem Wiki: 2025.igem.wiki/munich/ oder in unserer Präsentation: www.youtube.com/watch!  

Text: Natalia Kuźmierkiewicz, Elitestudiengang „Human Biology - Principles of Health and Disease“