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„Der Biodiversitätskrise begegnen“ – Das Elitenetzwerk Bayern FORUM in Bayreuth 

Am 17. Juli 2026 lud der Eli­te­stu­di­en­gang „Global Change Eco­lo­gy“ unter der Schirmherrschaft des Eli­te­netzwerks Bay­ern zur Ver­an­stal­tung „Biodiversity in Transiti­on – Glo­bal Challen­ges" an die Uni­ver­sität Bay­reuth ein. Mit ei­nem Vor­trag von Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Mosbrugger wur­den die Fol­gen des weltwei­ten Bio­diversi­täts­ver­lusts und mög­liche Lö­sungsstra­te­gien durch ge­meinsa­mes Han­deln von Wis­sen­schaft, Poli­tik, Wirtschaft und Ge­sell­schaft be­leuchtet. Mit­glie­der des Eli­te­netzwerks und Ve­trete­rin­nen und Ver­treter aus Poli­tik, Wirtschaft und Ge­sell­schaft nahmen an die­sem um­weltpoli­tisch inte­res­san­ten Fo­rum teil und nutz­ten die Ge­le­gen­heit zum Aus­tausch über die ge­sell­schaftli­che, wis­sen­schaftli­che und wirt­schaftli­che Be­deu­tung von Bio­diversität.

„Wenn das Naturkapital schwindet“ – Eine globale Debatte eröffnen

Der Verlust bio­logischer Viel­falt zählt heute zu den größ­ten öko­logi­schen Heraus­for­de­run­gen welt­weit. Das FORUM „Bio­diver­sity in Tran­sition – Glo­bal Challen­ges" ver­band wissen­schaftliche Ex­zellenz mit ge­sell­schaft­lichem Dialog, um sich diesem Thema zu wid­men.

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Zur Er­öff­nung des Abends be­tonte die Vi­ze­präsi­den­tin der Uni­ver­sität Bay­reuth, Prof. Dr. Susanne Titt­lbach, dass Kli­ma­wan­del, Bio­diversi­täts­ver­lust und Land­nutzungs­wandel eng mit­ei­nan­der ver­flochtene Pro­zesse sind, de­ren Fol­gen be­reits heu­te Land­wirt­schaft, Er­näh­rungs­si­cherheit und die Sta­bili­tät unse­rer Öko­systeme be­droh­ten. Sie ver­wies auf das ein­zig­arti­ge Bay­reuther Zentrum für Öko­logie und Umwelt­forschung (BayCEER) so­wie da­rauf, wie Stu­dien­gän­ge wie „Global Change Eco­lo­gy" und der neu vom Eli­te­netz­werk Bay­ern ge­för­derte Mas­ter „Ecologi­cal Fo­re­cas­ting" For­schung und Aus­bil­dung eng ver­zah­nen. 

Mi­nis­teri­al­rätin Bea­te Lindner stell­te an­schließend das Eli­te­netz­werk Bay­ern vor, das 2004 ge­gründet wur­de, um her­aus­ra­gen­de Ta­lente fach­über­grei­fend zu ver­net­zen. Sie be­ton­te, dass er­folg­reiche Lö­sungs­an­sätze dort ent­ste­hen, wo un­ter­schiedli­che Per­spek­tiven zu­sammen­kommen, lang­fristige Kon­takte auf­ge­baut und ge­meinsame Pro­jekte ent­wi­ckelt wer­den. Eli­zaveta Shcherbinina von Friends of Glo­bal Change Eco­logy e.V. sprach dar­über, wie der Eli­te­studi­en­gang ein ge­meinsa­mes Ver­ständnis für glo­bale Umwelt­verant­wor­tung för­dert und zu prä­gen­den in­ter­nati­ona­len Freund­schaf­ten führt. Be­son­ders hob sie die ein­zig­arti­ge Möglich­keit her­vor, be­reits wäh­rend des Stu­di­ums an in­ter­natio­na­len UN-Kli­ma- und Bio­diversi­täts­kon­fe­ren­zen teil­zu­nehmen.  

Hö­he­punkt des Abends war der Vor­trag von Prof. Dr. Dr. h.c. Vol­ker Mosbrugger, ehema­liger Ge­ne­ral­direk­tor der Sen­ckenberg Ge­sell­schaft für Na­tur­for­schung. Er ver­tritt die The­se, dass das Na­tur­kapi­tal, das menschli­ches Le­ben erst er­mög­li­chen, nicht iso­liert ge­schützt wer­den kann. Es müs­se ge­meinsam mit dem Hu­man­kapital, also Bil­dung, Wis­sen und In­no­vati­ons­kraft, be­trachtet und durch eine star­ke poli­ti­sche Steue­rung und Ein­bin­dung in die Ent­scheidun­gen der Wirtschaft flan­kiert wer­den. Nur wer diese vier Ele­men­te als ein zu­sammen­hängen­des Sys­tem be­grei­fe, so Mosbrugger, kön­ne menschli­ches Wohl­ergehen und ei­nen le­bens­werten Pla­ne­ten zu­gleich si­chern. 

In sei­nem Schluss­wort zog Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein eine Bi­lanz von 20 Jah­ren Eli­te­studi­en­gang „Global Change Eco­lo­gy“ an der Uni­ver­sität Bay­reuth – ein Stu­dien­gang, der seit sei­ner Gründung 2006 wei­tere „Global Change Eco­lo­gy"-Pro­gramme in Bo­log­na, Ber­gen, Würzburg und Bangor in­spi­riert hat. Heu­te ist „Global Change Eco­lo­gy“ zu einer in­ter­natio­nal an­er­kannten Fach­diszip­lin ge­wor­den.

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Ein Elitenetzwerk Bayern FORUM für einen lebenswerten Planeten

Das dies­jährige Eli­te­netz­werk Bay­ern FO­RUM ver­deut­lich­te die Dring­lichkeit des Schutzes des Na­tur­kapi­tals und zeig­te zu­gleich, wel­che Rol­le Wis­sen­schaft, Bil­dung und ge­sell­schaftli­cher Dia­log bei der Ent­wicklung nach­haltiger Lö­sun­gen spie­len. Die Ver­an­stal­tung machte deut­lich, dass der Ver­lust des Na­tur­kapi­tals nicht nur eine öko­logi­sche, son­dern auch eine wirt­schaftli­che, sozi­ale und poli­ti­sche Her­aus­for­de­rung dar­stellt.

Text: Dr. Sephanie Thomas und Luisa Mächler, Elitestudiengang „Global Change Ecology“