Interdisziplinärer Austausch auf höchstem Niveau
Herausragende Forschung findet sich oft in interdisziplinären Forschungsfeldern. Gerade im Raum zwischen Biologie und Physik gibt es in unserer modernen Welt zahlreiche herausfordernde Fragestellungen, seien es die Auswirkungen von Mikroplastik auf lebende Zellen, Krebsforschung oder die Sicherheit medizininischer Geräte. Die erste Herausforderung für die jungen Forschenden ist allerdings zunächst ein Verständnis für die jeweils andere Disziplin zu erlangen und eine gemeinsame Sprache zu finden. Zu diesem Zweck zogen sich am 16. und 17. Juni 2025 Studierende und Dozenten des Elitestudiengangs „Biological Physics“ in die nahe Fränkische Schweiz zurück.
Die Tage waren gefüllt mit herausragenden Vorträgen der Studierenden zu Themen wie molekularen Schaltern, dem Verhalten von roten Blutzellen, Protein Design mithilfe von KI oder den Vorgängen innerhalb lebender Zellen. In diesem Rahmen gab es zahlreiche Gelegenheiten für Diskussionen. Als Hauptakteure konnten die Studierenden auch wichtige organisatorische Aufgaben übernehmen, indem sie beispielsweise die Sessions selbst moderierten.
Abendvorträge und soziales Miteinander
Der Abend des ersten Tages war mit zwei besonderen Vorträgen gefüllt: Prof. Dr. Holger Kress referierte über die Wechselwirkung von Mikroplastikpartikeln in lebenden Zellen und die Auswirkungen beispielsweise auf das Immunsystem der Organismen. Nach dem Abendessen lud Dr. Johannes König, Alumnus der Universität Bayreuth und beschäftigt beim TÜV SÜD, zu einem Karrierevortrag über die biologische Sicherheit von medizinischen Geräten und zu einer anschließenden offenen Diskussion ein. Der Rest des Abends im Gastraum der Unterkunft bot genug Gelegenheit für sozialen Austausch und zum Knüpfen neuer Verbindungen, um die Grundlage für zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen und Bindungen zu stärken. Sowohl für Studierende als auch Dozenten war die Veranstaltung ein voller Erfolg.
Text: Ingo Schelter, Elitestudiengang „Biological Physics“