Forschung an der Universität
NiTech war für mich besonders attraktiv, da mich die starke Orientierung der Forschung an der (Halbleiter-) Industrie interessierte. Einem Feld, dem sich auch die Gruppe von Assistant Prof. Miyagawa annimmt, indem es die Erzeugung von periodischen Nanostrukturen auf Metalloberflächen mittels simpler Lasersysteme untersucht. Ich habe mit weiteren Labmates experimentell untersucht, wie sich ein ns-gepulster supercontinuum Laser auf die Güte und Periode der periodischen Strukturen auswirkt. Darüber hinaus habe ich weitere Einflussparameter wie die Anzahl der überlappenden Pulse, gezieltes Selektieren bestimmter Wellenlängenbereiche oder auch den Einstrahlwinkel variiert und die Strukturen auf unterschiedlichen Metallen und Beschichtungen mit dem Elektronenmikroskop analysiert. Das Ziel dieses Projekts ist es herauszufinden, welche Parameter des Lasersystems welche Auswirkungen haben, um den Prozess und das Resultat kontrollieren und Reproduzierbarkeit sicherstellen zu können. Der Anwendungsnutzen bestünde darin, eine wirtschaftliche Methode gefunden zu haben, die das Beeinflussen optischer Oberflächeneigenschaften ohne aufwendiges Lithografieverfahren ermöglicht.
Das Land der Convenience, die lange Tradition des Kunsthandwerks, der Kontrast von Technologie und Bräuchen, die beispiellose Arbeitskultur – das war das Bild von Japan, das mich neugierig gemacht hat und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Nagoya hat mir als Standort sehr gut gefallen: die Nähe zu den japanischen Alpen und bedeutenden Kunsthandwerksstätten wie Schmiede- und Keramikkunst, mittig zwischen Tokyo und Kyoto und doch fernab der Touristenströme, enorm vielseitige Kulinarik. Ich habe mit meinen Labmates stundenlang zu Jahrhunderte alter Musik und gemeinsam mit verschiedensten Generationen getanzt, oder war im Shinkansenmuseum, um etwas über die geplante 500 km/h Magnetschwebebahn zu erfahren.
Mehr als nur ein Praktikum
Mich haben die Monate sowohl akademisch als auch kulturell sehr bereichert und so bin ich nicht nur mit weiteren Kenntnissen für das Arbeiten im Optiklabor, sondern auch mit neuen Freundschaften und einer Begeisterung für japanische Badehäuser und Kulinarik sowie auch für die japanische Lebensphilosophie zurückgekehrt. Das alles hat mir erneut gezeigt, was für großartige Möglichkeiten universitäre Partnerschaften bieten.
Link zur Programmseite des Elitestudiengangs “Advanced Optical Technologies”.
Text: Lukas Nagy, Elitestudiengangs „Advanced Optical Technologies“