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Forschungspraktikum in Nagoya, Japan

Lukas Nagy studiert im Elite­studien­gang “Advanced Optical Technologies” an der FAU Erlangen-Nürnberg. Deren Partner­schaft mit dem Nagoya Institute of Technology (NiTech) hat ihm die besondere Möglich­keit eines Forschungs­praktikums in Japan ermöglicht. Unterstützt durch das Elite­netzwerk Bayern hat Herr Nagy von August bis Oktober 2025 das akademische Umfeld und das Leben einer japani­schen, industrie­geprägten Großstadt kennen­gelernt und ist sich sicher, er kommt wieder.

Forschung an der Universität

NiTech war für mich besonders attraktiv, da mich die starke Orien­tierung der Forschung an der (Halbleiter-) Industrie interessierte. Einem Feld, dem sich auch die Gruppe von Assistant Prof. Miyagawa annimmt, indem es die Erzeugung von periodi­schen Nano­strukturen auf Metall­oberflächen mittels simpler Laser­systeme untersucht. Ich habe mit weiteren Labmates experimentell untersucht, wie sich ein ns-gepulster super­continuum Laser auf die Güte und Periode der periodischen Strukturen auswirkt. Darüber hinaus habe ich weitere Einfluss­parameter wie die Anzahl der über­lappenden Pulse, gezieltes Selektieren bestimmter Wellen­längen­bereiche oder auch den Einstrahl­winkel variiert und die Strukturen auf unter­schiedlichen Metallen und Beschichtungen mit dem Elektronen­mikroskop analysiert. Das Ziel dieses Projekts ist es heraus­zufinden, welche Parameter des Laser­systems welche Aus­wirkungen haben, um den Prozess und das Resultat kontrollieren und Reproduzier­barkeit sicherstellen zu können. Der Anwendungs­nutzen bestünde darin, eine wirtschaftliche Methode gefunden zu haben, die das Beeinflussen optischer Oberflächen­eigenschaften ohne aufwendiges Lithografie­verfahren ermöglicht.

Das Leben in Nagoya

Das Land der Convenience, die lange Tradition des Kunst­handwerks, der Kontrast von Technologie und Bräuchen, die beispiellose Arbeits­kultur – das war das Bild von Japan, das mich neugierig gemacht hat und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Nagoya hat mir als Standort sehr gut gefallen: die Nähe zu den japanischen Alpen und bedeutenden Kunst­handwerks­stätten wie Schmiede- und Keramik­kunst, mittig zwischen Tokyo und Kyoto und doch fernab der Touristen­ströme, enorm vielseitige Kulinarik. Ich habe mit meinen Labmates stundenlang zu Jahr­hunderte alter Musik und gemeinsam mit ver­schiedensten Generatio­nen getanzt, oder war im Shinkansen­museum, um etwas über die geplante 500 km/h Magnet­schwebe­bahn zu erfahren.

Mehr als nur ein Praktikum

Mich haben die Monate sowohl akademisch als auch kulturell sehr bereichert und so bin ich nicht nur mit weiteren Kenntnissen für das Arbeiten im Optiklabor, sondern auch mit neuen Freund­schaften und einer Begeisterung für japanische Bade­häuser und Kulinarik sowie auch für die japanische Lebens­philosophie zurückgekehrt. Das alles hat mir erneut gezeigt, was für großartige Möglichkeiten universitäre Partner­schaften bieten. 

Link zur Programmseite des Elitestudiengangs “Advanced Optical Technologies”

Text: Lukas Nagy, Elitestudiengangs „Advanced Optical Technologies“