Leitbild

Verwurzelt in Bayern – offen für die Welt

Was sind die Ziele des Max Weber-Programms?

Begabte junge Menschen übernehmen Verantwor­tung und setzen ihre Stärken für eine zukunfts­fähige Gesell­schaft ein. Für dieses Ziel stehen das MWP und die Ge­meinschaft aller, die im MWP ge­fördert werden und sich für das Programm engagieren. Das MWP wählt Studierende aus, die durch heraus­ragende Leistungen und persönliche Eignung überzeugen. Es fördert ihre individuellen Po­tenziale und bestärkt sie in ihrer Ent­wicklung zu sozial bewussten und welt­offenen Persönlich­keiten, die sich tat­kräftig in die Gesellschaft einbringen und Bayern in seiner Vielfalt repräsentieren.

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Das Max Weber-Programm (MWP) ist ein Förder­angebot des Elite­netzwerks Bayern und unter­stützt auf der Grund­lage des Baye­ri­schen Elite­förderungs­gesetzes begabte Studierende an bayerischen Hoch­schulen mit einem Stipendium. Durch­geführt wird das Programm von der Studien­stiftung des deutschen Volkes.

In diesem Leit­bild beschreibt das MWP seine Angebote, Ziele und Werte. Es wurde in einem breit angelegten, partizipa­tiven Prozess unter Ein­bindung von aktuellen und ehemaligen Geförderten, Men­torinnen und Mentoren sowie Mit­arbeitenden der Studien­stiftung und des Elite­netzwerks Bayern erarbeitet.

Die Förderung des MWP wirkt ganzheitlich in verschiedenen Dimensionen

Die finanzielle Förderung schafft Freiräume für die Gestaltung der persönlichen Lebenswege.

Das Bildungsprogramminspiriert zu neuen Zielen und Perspektiven.

Die persönliche Begleitungschenkt Vertrauen in die eigenen Entscheidungen.

Der Aufbau von Netzwerkenweitet den Blick und schafft gleichzeitig eine besondere Verbindung zu Bayern, die über die Förderzeit hinaus bestehen bleibt.

Alle für das MWP Engagierten begleiten die Geförderten dabei, zuversichtlich ihre eigenen Wege zu beschreiten. Sie bestärken sie darin, manchmal auch Umwege zu gehen und eigene Grenzen zu achten. So bietet das Programm Halt und Weite, um neugierig und selbstbewusst Horizonte zu erweitern, gemäß dem Gedanken:

Verwurzelt in Bayern – 
offen für die Welt.

Wofür steht das Max Weber-Programm?

Das MWP ist politisch, konfessionell und welt­anschaulich unabhängig und fest verankert in den Werten der freiheit­lich-demo­kratischen Grund­ordnung. Es ermutigt zu einer Haltung, die nicht vorschnell urteilt, sondern um Erkenntnis ringt, reflektiert und respektvoll gegenüber anderen Perspek­tiven ist. Kontroversen werden als Chancen zum gemeinsamen Lernen verstanden. Denn wer Ver­antwortung übernehmen will, braucht die Fähigkeit, mit offenem Geist zuzuhören und für die eigenen Über­zeugungen einzustehen.

Die Geförderten des MWP sind Teil des Elite­netzwerks Bayern. Elite ist eine Kategorie, die bei Geförderten und in der Gesell­schaft polarisieren kann. In diesem Spannungs­feld zielt die Förderung auf ein Verständnis des Begriffs im Sinne einer Verantwortungs­elite: Die Geförderten reflektieren die Chancen und die Verantwortung, die mit der Förderung einhergehen, erkennen eigene Stärken, bauen sie aus, und setzen diese im Dienst eines solidarischen und demo­kratischen Gemein­wohls ein. Die Förderung wirkt damit über die einzelnen Personen in die Gesell­schaft hinein.

Wer prägt das Max Weber-Programm?

Das MWP wird gleicher­maßen geprägt und gestaltet durch aktuelle und ehemalige Ge­förderte, Mentorinnen und Mentoren, ehren­amtlich engagierte Dozierende und Mit­glieder der Auswahl­kommissionen, die Beschäftigten des Elite­netzwerks und der Studien­stiftung und viele mehr. 

Wir Geförderte sind Studierende aller fachlichen Disziplinen mit vielseitigen Interessen und Fähigkeiten, die wir im MWP vertiefen und erweitern können.

Das MWP unter­stützt uns bei unseren Plänen: Das Studium in Bayern fokussiert und zugleich aufge­schlossen verfolgen und dabei Auslands­aufenthalte verwirklichen, erste Praxis­erfahrungen sammeln und Forschungs­projekte umsetzen.

Wir können das umfang­reiche Förder­angebot nutzen und bringen uns zusätzlich aktiv in die Gestaltung des MWP ein. So entwickeln wir eigene Veranstal­tungen und vernetzen uns an den einzelnen Hochschul­orten und in ganz Bayern.

Diese Mitwirkung ver­deutlicht unser Verständ­nis des Leistungs­begriffs im MWP: Neben den Studien­leistungen verste­hen wir darunter intrin­sisch motiviertes Engage­ment, Arbeit an der per­sönlichen Entwicklung und gemein­sames Handeln.

Wir Mentorinnen und Mentoren sind Forschende und Lehrende an Hochschulen, die sich ehrenamtlich für eine Gruppe von Geförderten aus dem eigenen Fachbereich engagieren.

Einzel­gespräche und Gruppen­treffen schaffen Räume, in denen Fragen gestellt werden können, für die im Hochschul­alltag manchmal die Gelegen­heit fehlt. Wir teilen unser Experten­wissen zu Studium und Beruf und gewähren Einblicke in eigene biografische Umwege und Lern­prozesse.  

Wir verstehen uns als Weg­begleitung, die junge Menschen in ihrer Selbst­reflexion stärkt – als Studierende sowie als Persönlich­keiten mit eigenen Fragen an die Welt. Dabei erleben wir Men­toring als einen wech­selseitigen Lern­prozess: 

Die Offenheit und Neu­gier der Studierenden bereichern auch uns in unserer akademi­schen Praxis. 

Wir Ehemaligen fühlen uns auch über die Förderzeit hinaus dem MWP verbunden und empfinden es als Bereicherung, weiterhin ein aktiver Teil dieser lebendigen Gemeinschaft zu sein.

Dadurch eröffnet sich uns ein bestän­diger Raum für Aus­tausch und ein kontinuierlich wach­sendes, inter­disziplinäres Netz­werk.

In diesem engagieren wir uns ehren­amtlich auf viel­fältige Weise: Wir ermöglichen den Geförderten Einblicke in unsere Berufs­felder und geben anhand unserer eigenen Bildungs- und Karriere­wege konkrete Impulse und Orientierungs­hilfen. 

Darüber hinaus vermitteln wir unser Wissen als Dozie­rende bei Veranstaltun­gen und öffnen als Mit­glieder von Auswahl­kommissionen künftigen Geförderten die Tür in das Programm.

Wir Mitarbeitende der Studien­stiftung und des Elite­netzwerks Bayern beraten die Ge­förder­ten individuell und unter­stützen sie bei Anliegen rund um ihr Studium und unsere Förderung.

Im engen Aus­tausch mit ihnen, den Ehe­maligen sowie Mentorinnen und Mentoren gestalten wir unser Bildungs­programm und er­mögli­chen den Geför­derten damit einen Zu­wachs an Wissen und Kompe­tenzen.

Eine zugewandte und verbindliche Kommuni­kation liegt uns dabei am Herzen. Großen Wert legen wir auf per­sönliche Begegnungen an den Hoch­schulen in Bayern oder bei unseren Veran­staltungen. 

Hier entste­hen Ver­bindungen, die zu einer lebendigen und nach­haltigen Gemein­schaft wachsen.

Was macht die Gemeinschaft der Geförderten besonders?

Die Gemein­schaft der Geförder­ten bildet einen Rahmen, in dem sie sich in der aktiven Gestaltung des Sti­pendiums gemeinsam ausprobieren, Fehler machen dürfen, und eine Wert­schätzung ihrer Individuali­tät erleben. Diese wohlwollende, unter­stützende Haltung spiegelt sich in Freund­schaften der Geförderten unter­einander wider. Regelmäßige Begegnun­gen an den Hochschul­orten in Bayern und bei über­regionalen Ver­anstaltungen verbinden sie weit über die Förder­zeit hinaus. So wächst das Wir-Gefühl, welches das MWP prägt und einzig­artig macht.

Diese Erfahrungen und die persönliche Weiter­entwicklung hin zu mehr Selbst­bewusstsein und Selbst­vertrauen begründen die Ver­bundenheit der Geförderten mit dem MWP, die mit Stolz auf die eigene Leistung und Dank­barkeit für die Förderung einhergeht. Daraus entwickeln sich die Motiva­tion und das Zutrauen Ver­antwortung zu übernehmen und in der Gesell­schaft wirksam zu werden.