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News from the Research Scholarship holders and the International Junior Research Groups

Workshop „Historische Patientenbriefe aus der Makroperspektive“

Am 22.06. und 23.06.2018 fand der erste Workshop der Nachwuchsforschergruppe „Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte“ mit dem Titel „Historische Patientenbriefe aus der Makroperspektive“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg statt.

Nach einer Einführung des Gruppenleiters Dr. Markus Schiegg startete die erste Sektion zu jüdischen Patientenbriefen in unserem "Corpus of Patient Documents" (siehe copadocs.de). Dabei stellten Julia Brimer, Katharina Gunkler, Corinna Köhler und Oliver Regn, Studierende der FAU, Dokumente jüdischer Patienten aus Erlangen und Kaufbeuren vor. Dr. Lea Schäfer von der Universität Düsseldorf befasste sich in ihrem Vortrag mit Reflexen des Jiddischen und Hebräischen in Patientenbriefen. Einen abschließenden allgemeinen Überblick über das Jiddische in Mittelfranken präsentierte Prof. Dr. Alfred Klepsch von der Arbeitsstelle "Fränkisches Wörterbuch" der FAU.

Die zweite Sektion des Workshops beschäftigte sich mit der Thematik "Phraseologismen/Formelhaftigkeit". Vera Schiller, Studierende der FAU und neue Hilfskraft der Nachwuchsforschergruppe, stellte die Ergebnisse ihrer Hausarbeit zu formelhaften Wendungen in den Briefen der Patientin Viktorie B. vor. Anschließend befasste sich Dr. Christian Pfeiffer von der Universität Augsburg anhand von CoPaDocs-Briefen mit der Unterscheidung phraseologischer Klassen. Die Sektion fand ihren Abschluss in einer von Franziska Eber, Doktorandin der Nachwuchsforschergruppe, geleiteten Übung zu Formelhaftigkeit in Patientenbriefen.

Im Abendvortrag sprach Prof. Dr. Paul Rössler von der Universität Regensburg über das Verschwinden der Virgel in den deutschsprachigen Drucken des frühen 18. Jahrhunderts. Die angeregten Diskussionen nach den einzelnen Vorträgen wurden beim gemeinschaftlichen Abendessen vertieft.

Am zweiten Tag leitete die Doktorandin Sabrina Freund eine Übung, in der die Auswirkungen psychischer Krankheit auf die Lexik von Patienten untersucht wurden. Anschließend befasste sich die Übung der Doktorandin Monika Foldenauer mit Methoden der Datenvisualisierung am Beispiel von Patientenbriefen. In der Abschlussdiskussion brachten die Teilnehmenden ihre Gedanken zu den Inhalten des Workshops ein und äußerten interessante Vorschläge zu möglichen weiteren Forschungsfragen, die durch das Projekt bearbeitet werden könnten.

Text: Monika Foldenauer, Doktorandin der Nachwuchsforschergruppe
Bild: NFG Flexible Schreiber in der Sprachgeschichte

veröffentlicht am