ELITE NETZWERK BAYERN

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Aktuelles

21.10.13

Kultur-Netzwerker überwinden Barrieren in den Bereichen
Kunst, Musik und Theater 

Eines der wichtigsten Ziele des Elitenetzwerks ist die Vernetzung, und zwar sowohl zwischen den verschiedenen Wissenschaftsstandorten als auch über Grenzen einzelner Disziplinen hinweg. Die beiden Forschungsstipendiatinnen Rosali Wiesheu und Julia Kirn haben gemeinsam mit Anna von Kölln die Kultur-Netzwerker gegründet und haben damit den Netzwerkgedanken weitergetragen auf die Kultur. Sie laden Interessierte ein, teilzunehmen an einem bunten Programm aus Oper, Vernissagen und Theatervorführungen. 

[Bildunterschrift / Subline]: Die Kultur-Netzwerker (v.l.n.r): Anna von Kölln, Julia Kirn, Rosali Wiesheu.

Was ist der Ausgangspunkt der Kultur-Netzwerker?

Welche kulturellen Angebote sind zu empfehlen? Was ist das Besondere an Beethovens 9. Sinfonie? Und wie läuft das mit den Studententickets? In zahlreichen Gesprächen einer Vorstudie zum Thema „Kulturvermittlung“ (im Rahmen der Promotion von Julia Kirn, einer der Projektinitiatorinnen) hat sich gezeigt, dass prinzipielle Offenheit für kulturelle Inhalte nicht selten vorhanden ist, gerade für Jugendliche und junge Erwachsene jedoch die Hemmschwelle oft zu groß ist, sich aufs Geratewohl ein Ticket für kulturelle Veranstaltungen wie Museumsbesuche zu kaufen. An Theater- oder Konzertbesuche mit der Schulklasse haben die wenigsten der Befragten positive Erinnerungen. Dagegen werden als besonders positive Erfahrungen häufig kulturelle Aktivitäten in sehr kleinen Gruppen oder mit nur einer Person genannt, die einen persönlichen Bezug und Begeisterung für Kunst vermitteln konnten.

Was wollen die Kultur-Netzwerker?

Die „Kultur-Netzwerker“ sind ein soziales Netzwerk, das genau an dieser Stelle ansetzt und die Barrieren in den Bereichen Kunst, Musik und Theater überwinden möchte. Über die Facebookseite www.facebook.com/KulturNetzwerker können sich Schüler, Auszubildende und Studenten, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Rentner und alle, die ein irgendwie geartetes Kulturinteresse hegen, rund um die Uhr über Münchens Kulturprogramm informieren. Zudem bieten erfahrene Kulturgänger, sogenannte „Scouts“, ausgewählte Events an, für die man sich ganz einfach via Kommentarfunktion anmelden kann. Um einen persönlichen Rahmen zu garantieren, sollen die Gruppen bewusst klein gehalten werden, weshalb sich pro Veranstaltung nur bis zu zwei Teilnehmer anmelden können. 

Wer steckt hinter den Kultur-Netzwerkern?

Die Idee zu den Kultur-Netzwerkern entstand im Juli 2012 aus der Initiative der Doktorandinnen Rosali Wiesheu (Kunstgeschichte, LMU München), Julia Kirn (Musikwissenschaft LMU München) und Anna von Kölln (Theaterwissenschaft LMU München). Die Idee mündete im September 2013, auch Dank Unterstützung des gemeinnützigen Förderprogramms Startsocial sowie der unentgeltlichen Betreuung der Unternehmensberatung McKinsey, in die Gründung eines eigenständigen Vereins. Seit September 2013 können sich Interessierte über die Facebookseite der Kultur-Netzwerker zu ausgewählten Veranstaltungen im Münchener Raum anmelden. Ein besonderes Anliegen ist die Integration von ausländischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie sollen durch Ansprechpartner ihrer Landessprache in das Netzwerk integriert werden. Derzeit verfügen die Kultur-Netzwerker über „Scouts“ aus Russland, der Ukraine, Rumänien, Lateinamerika und der USA. 

Das Projekt beschränkt sich in der Pilotphase auf den Kulturraum Münchens, die Kultur-Netzwerker möchten sich aber die Option vorbehalten, das Projekt in einer fortgeschritte-nen Phase auch deutschlandweit zu realisieren.

Interessierte Kulturerfahrene in den Bereichen Theater, Musik und bildende Kunst, die an dem Projekt als „Scouts“ teilnehmen möchten, können sich gerne unter info@kultur-netzwerker.de bewerben. Alle anderen Kulturinteressierten können sich unter www.facebook.com/KulturNetzwerker über Münchens Kulturprogramm informieren.