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Aktuelles aus dem Max Weber-Programm

HANDS ON - Notfallmedizin begreifen

Unter der Leitung des Max Weber-Stipendiaten Matthias Deininger fand die Auftaktveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin München mit dem Titel „HANDS ON Notfallmedizin“ im April statt. Mehr als 200 Studierende folgten dem Aufruf und nutzten den Tag zum Üben von notfallmedizinischen Skills.

AGN-Mitglieder erklären den Studierenden die Ausstattung des Rettungswagens vor Ort.

(Fast) das ganze Team der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin München

An der Verbandstation.

Ein AGN-Mitglied präsentiert den Inhalt des Rettungsrucksacks.

Foto: Matthias Deininger

Nach Abschluss der Gründungsphase der neuen Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin München lud die AGN München im April alle interessierten Studierenden zum Kennenlernen der studentischen AGN München unter dem Titel „HANDS ON Notfallmedizin“ ein. Matthias Deininger begrüßte gemeinsam mit seinem 18-köpfigen Team an diesem Tag mehr als 200 Studierenden an den fünf Praxisstationen.

Nachfolgend berichtet der Stipendiat über die Auftaktveranstaltung:

„Bei strahlendem Sonnenschein gaben wir am 20. April mit unserer Auftaktveranstaltung den offiziellen Startschuss für die studentische Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin München. In den Seminarräumen der Anatomischen Anstalt konnten die Studierenden an diesem Tag nebst den Grundlagen der Herz-Lungen-Wiederbelebung die korrekten Lagerungstechniken von Notfallpatienten praktisch ausprobieren. Die richtige Verbandstechnik für Verletzungen aller Art stand im Raum drei im Fokus.

Für Fortgeschrittene wurde überdies an der vierten Station die EKG-Interpretation in Notfallsituationen thematisiert und an zahlreichen Fallbeispielen, Quizkarten und einem Simulationsmonitor trainiert. Im Hof der Anatomischen Anstalt konnten die Besucher das Innenleben eines Rettungswagens kennenlernen und dabei die Besonderheiten und Herausforderungen der präklinischen Notfallversorgung erschließen.

Der Vortrag mit dem Titel „Syncope Reloaded – Mythen vs. Evidenz“ des renommierten Notfallmediziners, Buchautoren und Chefarztes einer interdisziplinären Notaufnahme Dr. med. Thomas Fleischmann bildete den Abschluss des 1. AGN-Praxistags in München. Im großen Hörsaal der Anatomischen Anstalt konfrontierte der leitende Notarzt seine Zuhörer mit geläufigen Aussagen zum Thema Synkope, ergo dem plötzlichen, spontan reversiblen Bewusstseinsverlust. Die dabei konstatierten Aussagen wurden anschließend auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht und häufig unter Bezugnahme auf neuste wissenschaftliche Untersuchungen als Mythen identifiziert. Von diesen Mythen befreit, gab der erfahrene Notaufnahmeleiter den Vortragsgästen wichtige Merkregeln mitauf den Weg und zeigte zentrale Differenzierungsverfahren zwischen gefährlichen, sogenannten „High Risk“ Synkopen, beispielsweise während körperlicher Betätigung und unbedenklichen „Low Risk“ Synkopen auf, wie etwa PPP-Synkopen, die sich auf die Körperlage (posture) und einen Auslösefaktor (provocation) zurückführen lassen und denen häufig unspezifische Warnzeichen (prodromi) vorausgehen.

Mit dem impulsreichen und praxisnahen Vortrag von Dr. Thomas Fleischmann endete die Auftaktveranstaltung der AGN München, doch das Interesse und Feedback der Studierenden zeigt, dass dies hoffentlich erst der Anfang eines erfolgreichen studentischen Projekts ist, welches im besten Fall noch viele Studierende in München nachhaltig für Notfallmedizin begeistern kann. Für mich persönlich ist dies bereits gelungen.“

Mehr Infos unter: www.agn-muenchen.de

veröffentlicht am