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Aktuelles aus dem Max Weber-Programm

Das Sommerfest 2018: Würzburg lädt ein

Das Max Weber-Programm und die Würzburger Stipendiat/-innen luden am 16. Juni zum großen Sommerfest nach Unterfranken ein. Welche Rolle dabei Mobilität, Porzellanmalerei und das Käppele spielten, berichtet Stipendiatin Johanna Burkhardt.

Das Sommerfest des Max Weber-Programms kommt in die eigene Stadt – wie aufregend! Welche Workshops können die heimischen Fördermitglieder wohl anbieten? Wie möchte man seinen Wohnort präsentieren? Wie vermittelt man den Besuchern ein Gefühl für die Stadt in nur zehn Stunden? Solche und ähnliche Fragen stellten sich in diesem Jahr den Stipendiat/-innen aus Würzburg, der diesjährigen Gastgeberstadt für das große Sommerevent des Max Weber-Programms. Und nach zahlreichen Organisationstreffen mit vielen kreativen und engagierten Menschen war es am 16. Juni endlich soweit.

Der Veranstaltungsort war die Neue Universität am Sanderring – 1896 eingeweiht, zur damaligen Zeit jedoch durchaus neu! Vom Dach des imposanten Neurenaissance-Gebäudes wurden die Stipendiat/-innen von Prometheus gegrüßt, dessen Statue triumphal die Fackeln der Erkenntnis emporschwingt. Parallel zum Empfang mit Kaffee und Snacks im Lichthof wählten die etwa 320 Gäste ihr Nachmittagsprogramm, das traditionell von den gastgebenden Würzburger/-innen organisiert und durchgeführt wurde. Ein System aus farbigen Klebepunkten half hier, seine eigene Workshopnummer im Kopf zu behalten und bereits im Vorhinein andere Teilnehmer/-innen des eigenen Workshops zu identifizieren.

Im Audimax der Neuen Universität wurden die Stipendiat/-innen offiziell begrüßt. Nach einigen Worten seitens der studentischen Hauptorganisatorinnen Stefanie Gramsamer, Hannah Strassmeier und Elisabeth Wild folgte eine kurze Präsentation der Stadt Würzburg. Zwei heimische Stipendiat/-innen lieferten den Gästen in komprimierter Form wichtige Informationen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, den Universitätsgründer Julius Echter und – natürlich – ­das abendliche Brückenschoppen oder „Bridgen“ auf der Alten Mainbrücke. Im Anschluss wurden die Besucher/-innen von Simon Lohse vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und schließlich im Namen des Max Weber-Programms von Dr. Anke Dörner willkommen geheißen. Dabei wurde das Programm immer wieder durch Musikbeiträge aufgelockert.

 

Der Festvortrag von Prof. Dr. Harry Wagner, Professor für Automotive und Mobility Management an der Technischen Hochschule Ingolstadt, stand ganz im Zeichen des Jahresthemas des Max-Weber Programms „max_forward: Mobilität neu denken“. Moderiert wurde er von Dr. Silke Gerlich, die seit dem Sommersemester 2018 auch die Ansprechpartnerin für alle Würzburger Stipendiat/-innen ist. Auf kurzweilige und informative Weise ging Professor Wagner auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen vor allem in der Automobil- bzw. Mobilitätsindustrie ein. Dabei lernte das gebannte Publikum, wie Taxis zukünftig nur noch über Werbung bezahlt, Flüge von RyanAir mit dem Weiterverkauf von Kundendaten finanziert und Autos autonom und ohne jegliche menschliche Beteiligung gesteuert werden könnten. Eine faszinierende, realistische und deshalb stellenweise auch etwas einschüchternde Vorstellung der Zukunft, die im Anschluss an den Vortrag für angeregte Diskussionen und für zahlreiche Nachfragen seitens der Zuhörer/-innen sorgte.

Nach einem Mittagsbuffet gestaltete sich das Nachmittagsprogramm in zwei Abschnitten. Zunächst konnten die Gäste zwischen einer Stadtrallye und verschiedenen Führungen durch die Stadt wählen und so ganz unterschiedliche Blickwinkel auf Würzburg erhalten, von historischen Ereignissen über Musik bis hin zu einer kleinen Reise durch die Medizingeschichte. Für die zweite Hälfte des Nachmittags standen verschiedene Workshops zur Auswahl. Es wurde unter anderem Improtheater gespielt, im Chor gesungen, Porzellan bemalt und über Quantenphysik gesprochen. Wer seinen Max Weber-Seelenverwandten finden oder einfach die Mitstipendiat/-innen kennenlernen wollte, machte beim Speeddating mit und wer mit den Mitbürger/-innen die „Werwölfe vom Düsterwald“ entlarven wollte, schloss sich diesem klassischen Gesellschaftsspiel an. Nachmittagsfüllend wurden außerdem ein Ausflug zur noch bis Oktober stattfindenden Landesgartenschau und eine Wanderung zum berühmten Würzburger Käppele angeboten.

Gemütlich ausklingen konnte das Sommerfest schließlich abermals im Lichthof bei Essen und Getränken und unter stimmungsvoller musikalischer Begleitung seitens einiger Stipendiat/-innen. Hier konnte man neu oder vertieft ins Gespräch kommen, die einstudierten Chorstücke oder bemalten Schüsseln präsentieren und den ereignisreichen, vielfältig gestalteten Tag in Würzburg angemessen abschließen.

 

Text: Johanna Burkhardt, Psychologie, Universität Würzburg
Foto: Matthias Merz

veröffentlicht am