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Renommierter IUPAC-Solvay International Award für Bayreuther Nachwuchswissenschaftler

Im Rahmen des 46th IUPAC World Chemistry Congress, welcher in Sao Paulo, Brasilien stattfand, wurde Dr. Andreas Haedler (Alumnus des Elitestudienprogramms Macromolecular Science) mit dem renommierten IUPAC-Solvay International Award for Young Scientists ausgezeichnet. (Foto: IUPAC)

Dr. Andreas Haedler mit Prof. Dr. Natalia Tarasova, IUPAC-Präsidentin und Direktorin des Institute of Chemistry and Problems of Sustainable Development der D.I. Mendeleyev University of Chemical Technology of Russia, bei der Preisverleihung in Sao Paulo, Brasilien. (Quelle: IUPAC)

Als einer von fünf Preisträgern erhielt Dr. Haedler die Auszeichnung „Best Ph.D. Thesis in the Chemical Sciences“ für seine Dissertation „Synthesis, Self-Assembly and Photophysical Properties of Multichromophoric Systems“.

Dr. Haedler erhält den renommierten IUPAC-Solvay International Award for Young Scientists für seine Promotion im Bereich multichromophorer Systeme. Herr Dr. Haedler beschäftigte sich im Rahmen seiner Dissertation mit dem Design, Synthese und der Charakterisierung von neuartigen multichromophoren Systemen, die sich zu hochgeordneten Nanostrukturen selbstorganisieren. In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen Richard Hildner (Experimentalphysik, Universität Bayreuth), Hans-Werner Schmidt (Makromolekulare Chemie, Universität Bayreuth) und Milan Kivala (Organische Chemie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) wurden an den hergestellten Systemen umfassende photophysikalische Untersuchungen durchgeführt. Dabei konnte gezeigt werden, dass es mit derartigen Nanostrukturen möglich ist, Energie bei Raumtemperatur über weite Strecken zu transportieren. Derartige hocheffiziente Systeme finden sich bis dato nur in der Natur in Form von Lichtsammelkomplexen wieder. Die erzielten Ergebnisse stellen einen großen Fortschritt auf dem Gebiet der synthetischen Multichromophore dar, welche auch zu einer Publikation in der renommierten Fachzeitschrift Nature führten. Diese interdisziplinär erarbeiteten Ergebnisse wurden durch die Zusammenarbeit im Rahmen der bayerischen Initiative Solar Technologies go Hybrid und des Graduiertenkollegs 1640 (Sprecher: Prof. Jürgen Köhler) ermöglicht.

Neben einem Preisgeld von 1000 USD wurde allen Preisträger die kostenfreie Teilnahme am 46th IUPAC World Chemistry Congress ermöglicht. Die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler hatten im Rahmen dieser Veranstaltung die Möglichkeit ihre Arbeiten in Form eines Poster-Beitrags zu präsentieren und sind des Weiteren dazu eingeladen, einen Review-Artikel über Aspekte ihres Forschungsgebiets im Journal Pure and Applied Chemistry zu veröffentlichen.

Zur Person:
Dr. Andreas Haelder absolvierte den Diplom-Studiengang Chemie an der Philipps-Universität Marburg. Während seiner anschließenden Promotion bei Prof. Dr. Hans-Werner Schmidt am Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie I der Universität Bayreuth, nahm er am Elitestudienprogramm "Macromolecular Science" teil. Das Elitestudienprogramm "Macromolecular Science" ist Teil des Elitenetzwerks Bayern und wird von der Universität Bayreuth koordiniert. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der TU Eindhoven (Niederlande) in der Arbeitsgruppe von Prof. E.W. Meijer ist Dr. Haedler seit 2016 als Laborleiter bei der BASF SE im Bereich "Hochleistungspolymere" in Ludwigshafen tätig.

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