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Aktuelles aus den Elitestudiengängen

Herausforderungen mittelgroßer Städte Asiens

Mit regem Interesse an Städten im globalen Süden absolvierte Maria Mejia, Studentin im Elitestudiengang „Global Change Ecology“ an der Universität Bayreuth, ein Praktikum in einem einzigartigen Projekt, koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), in Manila, Philippinen.

Der „Jeepney“ ist ein typisches philippinisches Verkehrsmittel.

Maria Mejia absolvierte ein sechsmonatiges Praktikum bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) im Bereich Kapazitätsaufbau und Nachhaltige Städte. Dieses gewährte ihr Einblicke in zwei der größten multilateralen Organisationen, die weltweit Entwicklungsprojekte fördern. Sie unterstützte dabei die "Cities Development Initiative for Asia (CDIA)", ein regionales Programm zur Entwicklung und Umsetzung von Stadtentwicklungsprojekten.

Die Agenda der UN-Nachhaltigkeitsziele im lokalen Kontext

Eines der Hauptziele der CDIA ist die Stärkung lokaler Kapazitäten, um die Agenda der UN-Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, aber auch nationale Behörden wie Ministerien und multilaterale Organisationen (z.B. UN-HABITAT und Local Governments for Sustainability), arbeiten Hand in Hand mit der CDIA, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu stellen nationale Vertreterinnen und Vertreter der CDIA eine Zusammenstellung der Bedürfnisse und Wissenslücken, mit denen Städte konfrontiert werden, zur Verfügung. Internationale Partner unterstützen die Entwicklung und Umsetzung des interstädtischen Austauschs. In diesem Zusammenhang war Maria Mejias Hauptaufgabe die Einschätzung der Ergebnisse und der Wirkung von Kapazitätsaufbau-Aktivitäten der CDIA der letzten 10 Jahre. Sie analysierte sowohl quantitative als auch qualitative Daten von 116 Trainings-Aktivitäten mit ca. 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weiterhin führte sie eine offene Befragung von 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch, um den Einfluss der CDIA-Aktivitäten auf das tägliche Arbeitsleben von hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt festzustellen.

Stadtökologie

Maria Mejias Praktikum bei der CDIA schloss ebenfalls die Bereitstellung von Empfehlungen zur Berücksichtigung städtischer Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in CDIA Projekten in offenen Stadtflächen wie Feuchtgebieten, Bächen, Flüssen, Korridoren und Parkanlagen ein. Sie unterstützte dabei das "Rejuvenation of the Santa Inez Creek in Panaji" Projekt in der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Goa. Dieses Projekt bietet ein immenses Potenzial für lokale Biodiversität, zum Beispiel für Vogelbeobachtungen und städtisches Gärtnern, aber auch für die Fähigkeit der Städte mit Klimawandel-Effekten umzugehen. Eine verstärkte Begrünung entlang von Bächen zur Verhinderung von Überflutungen während des Monsuns und die Abmilderung des Effekts städtischer Wärmeinseln in der Trockenzeit seien hier als Beispiele genannt. Dieses Praktikum hat Maria Mejia, Studierende des Elitestudiengangs "Global Change Ecology", einen großen Schritt im Verständnis der Herausforderungen von Städten im Globalen Süden vorangebracht - ein Interesse, das sowohl ihre akademische als auch berufliche Karriere umspannt. Das derzeitige "Urban Age" besitzt eine nie dagewesene Relevanz für Städte - nicht nur als Problem, sondern auch als Lösungsansatz für den Klimawandel.

Text: Elitestudiengang Global Change Ecology
Bild: Maria Mejia

veröffentlicht am