ELITE NETZWERK BAYERN

Deutsch  Language Icon  |  Gebärdensprache  |  Leichte Sprache  |  Contact


News from the Elite Graduate Programs

Grenzen im Fluss

Der Elitestudiengang Osteuropastudien hat entlang zahlreicher Flüsse die Länder Südosteuropas bereist. Das Ergebnis: Erlebnisberichte, Reportagen und teils heitere, teils ernste Einblicke in Trennendes wie auch Verbindendes von fließenden Grenzen.

Foto: Emil Ducke

Foto: Agnes Stelzer

Foto: Danilo Krnjaic

Jeder Jahrgang des Elitestudiengangs Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Regensburg steht vor der Herausforderung, in einem Projektkurs eine disziplinenübergreifende Fragestellung wissenschaftlich zu bearbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse an eine interessierte Öffentlichkeit zu vermitteln.

Der 13. Jahrgang des Elitestudiengangs ging den wandelbaren und persistenten Bedeutungen von Grenzen entlang von Flüssen nach. Die Idee für dieses Projekt stammt von zwei Historikern: dem Südosteuropaexperten und Religionshistoriker Dr. Heiner Grunert sowie dem Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas Dr. Florian Kührer-Wielach.

Unter ihrer Anleitung bereiteten sich die Studierenden monatelang in Seminaren auf das Thema und die Region vor. Anschließend machten sich die Studierenden zusammen mit Grunert und Kührer-Wielach auf den Weg nach Südosteuropa. Entlang der Flüsse Save, Drina, Donau, Isonzo und Dnistr fuhren sie von Zagreb über Belgrad nach Sofia, besuchten zahlreiche Fluss- und Grenzregionen und kamen mit den Menschen vor Ort ins Gespräch.

Das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit fließenden Grenzen sind 25 Reportagen, Interviews und Bildstrecken. Diese von den Studierenden verfassten Beiträge sind im Projektkursmagazin "Grenzen im Fluss" im Regensburger Verlag Pustet erschienen. Das Magazin erzählt Geschichten von jahrhundertealten Lebensadern, von alten Grenzströmen, vom Alltag der Menschen, die entlang der Flüsse in Südosteuropa lebten und leben, von Trennendem und von den Gemeinsamkeiten.

Das Magazin wurde am 15. November 2017 in der Münchner Buchhandlung "LostWeekend" vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren erzählten dabei aus erster Hand von ihren Eindrücken, Erlebnissen und Erkenntnissen und die Redakteurin der Süddeutschen Zeitung Gabriela Herpell kommentierte das Magazin per Video-Botschaft. Auch ein Festvortrag durfte bei dieser Veranstaltung, die sich an ein breiteres Publikum richtete, nicht fehlen. So erfreuten sich die Gäste an einem gleichermaßen unterhaltsamen wie erkenntnisreichen Vortrag der Schriftstellerin und Übersetzerin Alida Bremer über "Imaginationen und Wirklichkeiten des Topos Balkan" in Wissenschaft und Literatur.

Autor: Heiko Schmidt, Koordinator des Elitestudiengangs Osteuropastudien
Bilder: Studierende des Elitestudiengangs Osteuropastudien

veröffentlicht am