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Aktuelles aus den Elitestudiengängen

FORUM "Zukunftswerte!? - Ein Perspektivenwechsel"

Was bedeuten Sinn und Wert für den Menschen? Was können die Naturwissenschaften zum Wertedenken beitragen? Diesen Fragen spürte die 10. Veranstaltung der interdisziplinären Vortragsreihe Elitenetzwerk Bayern FORUM unter dem Motto „Zukunftswerte!? – Ein Perspektivenwechsel“ am 26. April 2018 an der Universität Regensburg nach.

Das Panel der Podiumsdiskussion: v.l.n.r. Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Osten, Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst, Prof. Dr. Burkhard König, Prof. Dr. Udo Hebel

Die Veranstalter und Referenten des Abends: v.l.n.r.: Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Osten (Generalssekretär a. D. der Alexander von Humboldt-Stiftung und Legationsrat erster Klasse a. D.), Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst (stellvertretende Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker), Prof. Dr. Burkhard König (Chairman des SynCat-Elitestudiengangs), Ministerialrätin Beate Lindner, Prof. Dr. Oliver Reiser (Vice Chairman des SynCat-Elitestudiengangs) und Universitätspräsident Prof. Dr. Udo Hebel

Organisiert wurde die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Elitenetzwerks Bayern von Professor Oliver Reiser, Professor Burkhard König und den Studierenden des Elitestudiengangs "Synthesis and Catalysis". Mit Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Osten, Legationsrat erster Klasse a.D., und Professorin Thisbe Lindhorst, stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft Deutscher Chemiker, konnten die Veranstalter zwei hochkarätige Referenten gewinnen, die in ihren Vorträgen das Thema "Zukunftswerte" facettenreich aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten.

In seinem Vortrag "Was ist für den Menschen wertvoll? Ein Plädoyer für eine Ethik der Mäßigung" verwies Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Osten auf die Notwendigkeit für eine holistische Integration des naturwissenschaftlichen Wertebildes in eine gesellschaftlich verantwortungsvolle Ethik. Dabei bezog er sich auch auf Goethes Forderung, dass nur ein transdisziplinäres Gespräch die Kluft der verschiedenen Wissenschaftskulturen zum Wohle der Zukunft aller Menschen überwinden könne.

Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst knüpfte hier mit ihrem Vortrag "Im Dienste einer besseren Zukunft für alle: Wertedenken in der Chemie" nahtlos an. So könnten die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedeten "17 Sustainable Goals" nur unter Zuhilfenahme chemischer Expertise angegangen werden. Ein Nachdenken über das, was hinter den Dingen liege, wie das Leben gut werde und für wen, für wie viele und wie lange - dieser Ansatz müsse daher mehr denn je in den Naturwissenschaften kultiviert werden. Einer ausschließlichen Motivation naturwissenschaftlicher Forschung durch Nützlichkeit setzte Professorin Lindhorst den Leitgedanken der Selbstbehauptung menschlicher Existenz durch Erkenntnisgewinn und Wahrheitssuche entgegen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Professor Burkhard König, tauschten sich die Referenten des Abends und der Präsident der Universität Regensburg, Professor Udo Hebel, in einer weitgreifenden Auseinandersetzung zum Thema "Zukunftswerte" unter reger Beteiligung des Publikums aus.

Bilder: Christina Glaser, Universität Regensburg

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