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Aktuelles aus den Elitestudiengängen

Deutsch-israelische Summer School in Eilat

Die einmal im Jahr stattfindende deutsch-israelischen Summer School bildet die internationale Komponente im Elitestudiengang „Biomedical Neuroscience“. Sie wird in Kooperation mit dem Edmond & Lily Safra Center for Brain Sciences der Hebrew Universi-ty of Jerusalem organisiert. Ziel dieser gemeinsamen interkulturellen Ausbildungsveranstaltung ist die Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen deutschen und israelischen Studierenden.

Präsentation der Gruppenarbeiten im Plenum

Experimente unter Anleitung in Gruppenarbeit

Sonnenuntergang am Roten Meer

Nach der Anreise durch die Negev Wüste absolvierten die Studierenden des Münchner Elitestudiengangs "Biomedical Neuroscience", zusammen mit zehn Studierenden aus neurowissenschaftlichen Programmen in Israel, eine intensive Woche bestehend aus praktischer Arbeit im Labor und Vorlesungen aus dem Bereich der grundlegenden und krankheitsbezogenen Neurowissenschaften. Die begleitenden Vorlesungen wurden von zwölf bekannten Wissenschaftlern aus Deutschland und Israel gehalten. Die Themen umfassten neueste technische Entwicklungen in den Neurowissenschaften, aktuelle Erkenntnisse in der Erforschung neurologischer Erkrankungen, sowie in der Anwendung von Verhaltensversuchen in Tiermodellen.

Die israelischen Dozenten kamen von der Hebrew University of Jerusalem und dem Weizmann Institut in Rehovot. Aus Deutschland sprachen Professoren der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie. Der Zeitplan ermöglichte einen intensiven Kontakt der Studierenden untereinander, um über wissenschaftliche Fragestellungen und Karrieren zu diskutieren. Durch die Anwesenheit der Dozenten auch außerhalb der Veranstaltungen konnten internationale Kontakte geknüpft werden.

Nach den Vorlesungen am Vormittag haben die Studierenden am Nachmittag in Gruppen eigene Experimente unter Anleitung im Labor durchgeführt. Dabei lernten sie verschiedene Verhaltensversuche mit Mäusen und die Anwendung von optischen Verfahren zur Manipulation neuronaler Aktivität mit dem Ziel natürliches Verhalten zu beeinflussen. Nach dem experimentellen Teil folgte die Analyse der Daten unter Anleitung von Experten auf diesem Gebiet aus Israel und Deutschland. Dabei lernten die Studierenden die Programmierung von Computerskripten zur standardisierten Auswertung. Die Tage endeten mit Präsentationen der gewonnenen Ergebnisse durch die Studierenden. In den letzten drei Tagen führten sie schließlich selbst vorgeschlagene kleine wissenschaftliche Projekte durch. Dabei wurden die neu erlernten experimentellen Methoden und analytischen Verfahren angewandt. Die Ergebnisse wurden am letzten Tag in einem Symposium vorgestellt.

Neben dem intensiven wissenschaftlichen Teil sorgten soziale Events, wie geführte Schnorcheltouren im Roten Meer, Abendessen in einem Kibbutz und eine Wanderung durch die Wüste für zahlreiche Kontakte zwischen den Studierenden aus beiden Ländern. Diese Veranstaltung war ein äußert erfolgreicher Start der engen Kollaboration zwischen dem Masterprogramm "Biomedical Neuroscience" und den israelischen Partnerprogrammen.

Text: Helmuth Adelsberger
Bilder: Marinus Kloos

veröffentlicht am