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Aktuelles aus den Elitestudiengängen

Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement

In internen und öffentlichen Gesprächsrunden tauschen sich Autorinnen und Autoren, Studierende, Kulturschaffende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über den Zusammenhang von Literatur und Engagement aus. Zentraler Gegenstand der diesjährigen Diskussionen wird das Thema „Freiheit“ sein.

Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement

Die seit dem Jahr 2018 etablierte Reihe "Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement" hat es sich zum Ziel gesetzt, Autorinnen und Autoren, Kulturschaffende, Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einen Tisch zu bringen, um über aktuelle gesellschaftlich relevante Themen und ihre Bedeutsamkeit in den Künsten zu diskutieren. Neben öffentlichen Aktionen, Lesungen, Theaterperformances und Podiumsdiskussionen liegt ein Schwerpunkt der Reihe auf dem internen Austausch der Beteiligten.

Die ethische Relevanz von Literatur

Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels, in Zeiten der Globalisierung und Medialisierung zeigt sich, dass insbesondere der Kunst und Literatur eine herausgehobene Stellung zukommt. Sie findet neue Ausdrucksformen, definiert ihren Raum in der Gesellschaft neu, regt zur Reflexion an und leistet gegebenenfalls Widerstand. In Abgrenzung zur sog. politischen Literatur der 1960er und 70er Jahre legt die gegenwärtige Literatur ihren Fokus stärker auf die Reflexion von Normen und Werten, statt moralische Ansprüche zu generieren. Hier zeigt sich vor allem ihre ethische Relevanz.

Ein breit angelegter gesellschaftlicher Austausch    

Mit der ethischen Relevanz von Literatur einher geht der Befund, dass der Begriff des "Engagements" in der gegenwärtigen Literatur und Kultur wieder eine herausgehobene Rolle spielt. Dies zeigt sich auch an der regen Anteilnahme, die zeitgenössische Autorinnen und Autoren am gesellschaftlichen Diskurs nehmen. Flankiert wird dieser Befund von der Beobachtung, dass auch der wissenschaftliche Diskurs die politische Literatur wieder stärker in seinen Blick nimmt. Auf diese Beobachtungen reagieren die "Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement", indem die Diskussionen fundiert, gebündelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ziel ist es, diesen gleichermaßen ästhetischen wie gesellschaftlichen Prozess eine Plattform zu bieten, die nicht nur Universität und Stadtbevölkerung ins Gespräch miteinander bringt, sondern darüber hinaus auch überregionales Interesse weckt und Augsburg so zu einem zentralen Standort literarischer und gesellschaftlicher Provenienz werden lässt.

In enger Kooperation mit dem Friedensbüro und in thematischer Anbindung an das Friedensfest Augsburg sind jährlich an drei Tagen im Juli - diesmal 28.-30. Juli 2019 - deutschsprachige Autorinnen und Autoren eingeladen, um über Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe zu diskutieren. Unter einem jährlich wechselnden, aktuellen Motto wird in geschlossener Runde und im öffentlichen Gespräch darüber gesprochen, wie sich soziale Wirklichkeiten verändern und wie sich die Literatur dazu stellen kann. Den Auftakt im Jahr 2018 bildete das Thema Utopie; in diesem Jahr wird das Thema Freiheit zur Diskussion stehen.

Text: Elitestudiengang "Ethik der Textkulturen"
Bild: Matthias Deininger    
 

veröffentlicht am