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Aktuelles

05.12.2012

Digital Helpers - Eine Initiative zur Überwindung der digitalen Spaltung in Deutschland

Deutschland ist längst in der modernen Wissensgesellschaft angekommen, in der durch Ideen und geistige Arbeit reale Werte geschaffen werden. Dabei spielen digitale Geräte wie PCs eine bedeutende Rolle. Als Absolventen des Center for Digital Technology and Management (CDTM) beschäftigen sich die vier Münchner Studenten - Lorenz Haubner, Leopold Neuerburg, Pierre Ostrowski und Heinrich Rusche - schon länger mit den Grenzen und Möglichkeiten dieser digitalen Technologien.

Leider partizipiert in Deutschland nicht jeder im gleichen Ausmaß von den Chancen und Möglichkeiten digitaler Technologien. Laut Daten des statistischen Bundesamts haben 19% der deutschen Bevölkerung keinen Zugang zu einem Computer und 22% der deutschen Bevölkerung nutzen das Internet nicht. Neben dem Alter wird dies auch durch den sozialen Status der Personen bedingt. Tatsächlich herrscht in der betroffenen Bevölkerungsschicht eine Arbeitslosenquote von 73%. Dadurch werden gerade die Menschen von der Nutzung eines PCs ausgeschlossen, die möglicherweise im besonderen Maße von den Möglichkeiten digitaler Technologien profitieren könnten.

Durch den Ausschluss von diesen Medien bauen die Betroffenen oft keinerlei Kompetenzen in diesem Bereich auf, wodurch ihnen eine wichtige Qualifikation am Arbeitsmarkt fehlt. Auch die Möglichkeit der Partizipation an sozialen Ereignissen wird erschwert, da diese immer öfter über das Internet koordiniert werden. Das Ergebnis dieser Entwicklung wird schon länger unter dem Begriff "Digitale Spaltung" diskutiert. Ein gleicher Zugang zu PCs und digitalen Technologien sollte für jeden gewährleistet werden.

Aus diesen Gründen arbeiten die vier Studenten seit einiger Zeit an dem Social Start-Up „Digital Helpers“. Ziel der Initiative ist es, ausgemusterte aber noch funktionsfähige PCs von Unternehmen und anderen Spendern einzusammeln und diese an soziale Einrichtungen umzuverteilen. Für diesen Service werden Unternehmen und Institutionen um die Spende von Hardware gebeten. Dabei ist die Hardware nach drei Jahren komplett abgeschrieben und muss entsorgt oder sehr billig verkauft werden, damit wieder Platz für die neue Generation ist. Oft handelt es sich bei dieser Hardware aber um noch funktionsfähige Geräte auf denen ein Browser der neuesten Generation in DSL-Geschwindigkeit laufen kann. Diese Geräte werden an Bedürftige oder Institutionen weitergegeben, die sich für sozial Benachteiligte einsetzen. Auf diese Weise werden zum einen Bedürftige mit PCs und damit dem Tor zum Internet ausgestattet und zum anderen wird Müll vermieden und damit die Umwelt geschont.

Digital Helpers will interessierten Menschen, denen aufgrund wirtschaftlicher Begebenheiten der Zugang zu Computern verwehrt bleibt, den Zugang zu digitalen Technologien ermöglichen. Die ersten Spenden haben die Gründer bereits erhalten.[Bildunterschrift / Subline]: Digital Helpers will interessierten Menschen, denen aufgrund wirtschaftlicher Begebenheiten der Zugang zu Computern verwehrt bleibt, den Zugang zu digitalen Technologien ermöglichen. Die ersten Spenden haben die Gründer bereits erhalten.

Die ersten Spenden sind schon eingegangen, dennoch steht das Team im Moment noch am Anfang und bemüht sich um Spender und um die Aufsetzung eines nachhaltigen Logistikkonzepts. Das Ganze wird übrigens von New York, London und München aus koordiniert, wo die Studenten derzeit studieren. Dank digitaler Technologien ist dies aber das geringste Problem. Das Team freut sich auch über andere Studierende, die diese soziale Initiative gerne ehrenamtlich unterstützen möchten. Weitere ehrenamtliche Unterstützer können sich gerne mit einer E-Mail an info@digitalhelpers.org melden. Weitere Informationen finden sich unter http://www.digitalhelpers.org oder bei den Digital Helpers auf Facebook: www.facebook.de/digitalhelpers !

von „Digital Helpers – gegen digitale Spaltung“.