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Aktuelles

01.04.08

"Was die Welt im Innersten zusammenhält"

Elitemasterstudiengang „Theoretische und Mathematische Physik“ blickt auf einen erfolgreichen Start zurück

Im Wintersemester 2007/2008 hat der Elitemasterstudiengang „Theoretische und Mathematische Physik“ (TMP) den Studienbetrieb mit den ersten sieben Studenten aufgenommen. Diese stammen aus Deutschland, Griechenland, Rumänien und Mauritius und haben nun Vorlesungen unter anderem über mathematische Quantenmechanik, theoretische Festkörperphysik, Differentialgeometrie, allgemeine Relativitätstheorie, Supersymmetrie, Quantenelektrodynamik und Stringtheorie gehört.

Der Elitemaster TMP richtet sich an Studierende, die sich für Fragen im Grenzgebiet von Theoretischer Physik und Mathematik interessieren. Dabei werden die Studenten in einem zweijährigen Studiengang an die aktuelle Forschung über grundlegende Fragen wie etwa die Entstehung des Universums, Quanteninformationstheorie oder die Quantisierung der Schwerkraft mit Hilfe der Stringtheorie  herangeführt. Das bedeutet für die Absolventen die Bewältigung eines enormen Stoffumfangs auf einem hohen Abstraktionsniveau. „Bei uns geht niemand am Abend enttäuscht nach Hause, weil nicht genügend  geboten wurde“ sagt Dieter Lüst, Professor an der Ludwig Maximilian Universität München und Direktor am Max-Planck-Institut für Physik, der Sprecher des Studiengangs. Die Studenten des ersten Jahrgangs sind dabei hochmotiviert, werden sie doch gefordert und erfahren „was die Welt im Innersten zusammen hält“.

Auch wenn der Lehrbetrieb schon zwei Wochen vor offiziellem Semesterbeginn mit einer Schule über „Quantenchaos“ und „Consistent Histories“ sowie einem Intensivkurs über Quantenfeldtheorie begann, wurde der Studiengang am 13. Dezember 2007 mit einem Festkolloquium eingeweiht. Gastredner war Prof. Jürg Fröhlich von der ETH Zürich, der die Zuhörer im bis zum letzten Platz besetzten Hörsaal des Arnold Sommerfeld Zentrums mit einem Vortrag über Gemeinsamkeiten von Wirbelstürmen, Elektrodynamik und dem Quantenhalleffekt erfreute.

Inzwischen ist das erste Semester absolviert und alle Beteiligten können auf einen erfolgreichen Start zurück blicken. Abgeschlossen wurde dieses Semester mit einer zweitägigen Exkursion nach Bayrischzell, bei der sich neben einem wissenschaftlichen Programm auch für Studenten und Dozenten ausführlich die Möglichkeit bot, sich einmal statt im Hörsaal in der winterlichen Alpenlandschaft zu begegnen und von einer anderen Seite kennen zu lernen.

„Sicher gibt es auch anderswo einzelne Vorlesungen auf den von uns angebotenen Spezialgebieten“, räumt Robert Helling, der Koordinator des Elitemasterstudiengangs, ein, „aber in dieser Konzentration und in Breite und Umfang des Angebots ist der TMP Master sicher zumindest in Deutschland einmalig.  Ermöglicht wird dies durch die Beteiligung von Wissenschaftlern mit Weltgeltung aus mehr als 30 Mathematik- und Physik-Lehrstühlen an Ludwig Maximilians und Technischer Universität München, der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie den Max-Planck-Instituten für Physik und Quantenoptik. Ein weiterer Vorteil des TMP-Studiengans ist, dass wir alle Studenten persönlich kennen und so direkt auf die Neigungen und Bedürfnisse der einzelnen eingehen können. Unser Ziel ist es, den Studierenden das ideale Umfeld für das wissenschaftliche Fortkommen bereit zu stellen.“