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Forschungsarbeit

Asset Allocation und Nachhaltigkeit in turbulenten Marktphasen

Von Theresa Krimm (21.07.2011)

Bis vor wenigen Jahren war das Thema Socially Responsible Investing in der Vermögensverwaltung ein Nischenthema, das kaum im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stand und auch auf Investorenseite nur wenig Beachtung fand. In den letzten Jahren ist jedoch zu beobachten, dass diese Form der Kapitalanlage vor allem von institutionellen Investoren Rückenwind erhält.

Dies ist in Anbetracht der zahlreichen Krisen, die in der jüngeren Vergangenheit die Kapitalmärkte erschütterten, und die stets auf den gleichen Mechanismus euphorischer Blasenbildung und anschließenden Platzens zurückgeführt werden konnten, eine sowohl logische als auch notwendige Konsequenz. Denn um den durch kurzfristige Gewinne getriebenen Kreislauf zu durchbrechen, wird es in Zukunft für alle Investoren unerlässlich sein, den Grundsatz der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Gelingt es, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Zielsetzungen in Einklang zu bringen, kann ein nachhaltigeres und somit weniger krisenanfälliges Wachstum erreicht werden.

Doch trotz des stark wachsenden Marktes für nachhaltige Investments bleibt neben den qualitativen Motiven oftmals die Frage ihres finanziellen Nutzens unbeantwortet und wird mitunter sogar vollständig in Frage gestellt. Die vorliegende Arbeit widmet sich daher genau dieser Fragestellung und beleuchtet verschiedene Ansätze, wie Socially Responsible Investing in eine strukturierte Kapitalanlageentscheidung eingebunden werden kann. Insbesondere wird dabei auch das Verhalten nachhaltiger Investments in verschiedenen Marktphasen sowie ihre Auswirkung auf die Portfolio-Optimierung untersucht.

Abb 1.: Portfoliogewichte eines traditionellen Black Scholes-Investors (BS) und eines Investors, der verschiedene Marktphasen unterscheidet (Regime Switching Investor – RS) für das MCVaR-Framework im Zeitablauf[Bildunterschrift / Subline]: Abb 1.: Portfoliogewichte eines traditionellen Black Scholes-Investors (BS) und eines Investors, der verschiedene Marktphasen unterscheidet (Regime Switching Investor – RS) für das MCVaR-Framework im Zeitablauf

Die Marktphasen werden dabei mithilfe eines Markov-Switching Modells identifiziert, dessen wesentlicher Gedanke ist, dass die Verteilung einer beobachtbaren Zufallsvariable (Aktienkurs) vom Zustand einer nicht beobachtbaren Markovkette („state of the world“) mit verschiedenen Zuständen abhängt.


Theresa Krimm
* 1984, Aschaffenburg

Stationen
  • Seit 2010
  • Analyst im Bereich M&A, Lampe Corporate Finance GmbH
  • 2007 – 2009
  • Masterstudiengang „Finance & Information Management" der TU-München und Universität Augsburg
  • 2006 – 2007
  • Auslandsstudium an der University of Economics, Krakau, Polen
  • 2004 - 2006
  • Bachelorstudium „European Economic Studies“ der Otto-Friedrich Universität Bamberg

Stipendien und Auszeichnungen
  • 2009
  • 3. Platz Karrierepreis der DZ Bank Gruppe für ausgezeichnete Abschlussarbeiten
  • 2007
  • Studienstipendium von Allianz Global Investors
  • 2007
  • Stipendium des Max Weber-Programms
  • 2004
  • Online-Stipendium von e-fellows.net
Veröffentlichungen
  • Rudi Zagst, Theresa Krimm, Steffen Hörter, Barbara Menzinger (2010): Responsible Investing – Verantwortlich Investieren. FinanzBuch Verlag, München.
  • Bettina Friedl, Daniel Gull, Theresa Krimm (2010): Zur optimalen Anlagestrategie von Betriebsgewinnen und Privatvermögen. Zeitschrift für Planung und Unternehmensteuerung, 20.