ELITE NETZWERK BAYERN

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Qualitätssicherung im Elitenetzwerk Bayern

Zur Sicherstellung der inhaltlichen und formalen Qualitätsansprüche der Eliteförderung in Bayern bedarf es einer unabhängigen Qualitäts- und Erfolgskontrolle der geförderten Elitemodule. Die Evaluation der insgesamt fünf Förderlinien wird regelmäßig und nach festgelegten Qualitätskriterien durchgeführt. Die Organisation und Betreuung der Evaluation liegt bei der Geschäftsstelle des Elitenetzwerks Bayern. Die Evaluation umfasst zum einen die Befragung der Studierenden und der Promovierenden, der Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie der Alumnae und Alumni aller Förderlinien. Zum anderen werden die Sprecherinnen und Sprecher der Elitestudiengänge, Internationalen Doktorandenkollegs und Internationalen Nachwuchsforschergruppen jährlich um einen Zwischenbericht gebeten. Turnusmäßig findet darüber hinaus eine fachliche Begutachtung der einzelnen Elitestudiengänge und Doktorandenkollegs statt. Diese Evaluationen werden von der Internationalen Expertenkommission des Elitenetzwerks Bayern wissenschaftlich begleitet.

Befragung der Studierenden und Promovierenden sowie Alumnae und Alumni

Im Rahmen der Qualitätssicherung befragt die Geschäftsstelle des Elitenetzwerks Bayern die Studierenden und Promovierenden einmal jährlich zu ihrer derzeitigen Situation im Elitestudiengang bzw. im Internationalen Doktorandenkolleg. Neben bildungsbiographischen Merkmalen werden insbesondere die Erwartungen bei der Wahl des Studiengangs bzw. Kollegs und der Grad der Erfüllung dieser Erwartungen erfragt. Die Beurteilung einzelner Aspekte der Studiensituation wie Betreuung und Beratung, Curriculum, Internationalität oder Interdisziplinarität stehen im Mittelpunkt der Befragungen. Darüber hinaus erstreckt sich die Erhebung im Zweijahresturnus auch auf die Alumnae und Alumni der strukturellen Förderprogramme, um aus den Erfahrungen jener zu lernen, die bereits ein Programm des Elitenetzwerks Bayern erfolgreich durchlaufen haben.

Befragung der Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie der Alumnae und Alumni

Die Geschäftsstelle des Elitenetzwerks Bayern befragt jährlich auch alle Stipendiatinnen und Stipendiaten und darüber hinaus in regelmäßigen Abständen die Alumnae und Alumni der individuellen Förderlinien „Max Weber-Programm“ und „Forschungsstipendien“ im Elitenetzwerk Bayern nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen in ihrem Programm. Die Befragung soll zur Verbesserung der Eliteförderung in Bayern genutzt werden, um auch künftigen Jahrgängen von Stipendiatinnen und Stipendiaten im Elitenetzwerk Bayern die bestmögliche Förderung zu garantieren.

Befragung der Sprecher der Studiengänge und Doktorandenkollegs

Die jährliche Befragung der Sprecher mittels eines standardisierten Zwischenberichts gibt einen Überblick über die Ausgestaltung der Elitestudiengänge, Doktorandenkollegs und Nachwuchsforschergruppen. Hier werden unter anderem Informationen über die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, der angenommenen Teilnehmer sowie der Absolventinnen und Absolventen erhoben. Ferner geben die Sprecher hier regelmäßig Auskunft über Preise und Auszeichnungen der Studierenden und Promovierenden, über herausragende Publikationen der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Auslandsaufenthalte und im Programm abgehaltene Veranstaltungen.

Begutachtung zur Weiterförderung

Bei der externen Evaluation der Elitestudiengänge und Internationalen Doktorandenkollegs wird deren Erfolg im Hinblick auf die Ausbildung der Studierenden und  Promovierenden in den Mittelpunkt gestellt. Eingesetzt wird hier das Peer-Review-Verfahren, wobei sich das Gutachtergremium aus Mitgliedern der Internationalen Expertenkommission und aus externen Fachgutachtern zusammensetzt. Diese Beurteilungen bilden die Grundlage für die Entscheidung zur Weiterförderung eines Elitestudiengangs für weitere fünf bzw. eines Internationalen Doktorandenkollegs für weitere vier Jahre.

Begutachtung zur Weiterführung

Elitestudiengänge können nach einer Förderdauer von insgesamt zehn Jahren das Einvernehmen zur Weiterführung in eigener Finanzierung für die Laufzeit von weiteren fünf Jahren durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst erhalten. Die Weiterführung eines Elitestudiengangs in Sprecherschaft der bisherigen Universität unter der Bezeichnung „Elitestudiengang“ setzt u.a. eine positive Fachbegutachtung des Studiengangs durch ein Gutachtergremium voraus, die ebenfalls durch die Geschäftsstelle des Elitenetzwerks Bayern organisiert wird.

Gremienstruktur des Elitenetzwerks Bayern

Drei Gremien begleiten und unterstützen die Qualitätssicherung der Förderprogramme des Elitenetzwerks Bayern: Die Internationale Expertenkommission, der Wissenschaftliche Beirat sowie der Strategiekreis. Sie alle geben Empfehlungen an das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ab, um die hohe Qualität der Förderung und Ausbildung im Elitenetzwerk Bayern nachhaltig sicherzustellen.

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Gesamtevaluation

Neben der begleitenden Evaluation der einzelnen Programmteile wurde das Elitenetzwerk Bayern im Jahr 2010 erstmalig einer Gesamtevaluation unterzogen. Im Abschlussbericht wird das Elitenetzwerk Bayern bezeichnet als "...ausgezeichnete Institution, an der der Freistaat unbedingt festhalten und sie möglichst ausbauen sollte." Die Evaluierungskommission unter Vorsitz von Prof. Elmar W. Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, hat eine Reihe konkreter Empfehlungen abgegeben, wie das Elitenetzwerk Bayern noch zusätzlich optimiert und weiterentwickelt werden kann. Diese werden derzeit sukzessive umgesetzt.

Nach dieser äußerst erfreulichen Gesamtevaluation im Jahr 2010 ist nach dem Bayerischen Eliteförderungsgesetz die zweite Gesamtevaluation des Elitenetzwerks Bayern im Jahr 2017 durchzuführen. Mit der Gesamtevaluation im Jahr 2017 soll zum einen wie zuvor im Jahr 2010 eine rückblickende Wirkungskontrolle der Förderung im Elitenetzwerk Bayern durchgeführt werden. Zum anderen soll mit den Ergebnissen der Gesamtevaluation, die in konkrete Empfehlungen an das Staatsministerium münden sollen, die Elite- und Begabtenförderung in Bayern kontinuierlich weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt der Gesamtevaluation stehen dabei Fragen nach dem Mehrwert und der Effektivität der Eliteförderung in Bayern. Ferner soll auf die Schnittstelle Schule - Hochschule gesondert eingegangen werden.