ELITE NETZWERK BAYERN

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Chronik

In Bayern hat die Förderung besonders begabter junger Menschen eine lange Tradition. Die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1852, als König Maximilian II. von Bayern die noch heute bestehende Stiftung Maximilianeum zu dem Zweck gründet, hochbegabten bayerischen Abiturienten ein sorgenfreies Studium an einer Münchner Universität zu ermöglichen. Im Jahr 1966 führt die bayerische Staatsregierung mit dem bayerischen Begabtenförderungsgesetz (BayBFG) zusätzlich eine landeseigene staatliche Begabtenförderung ein, die im Jahr 2004 reformiert (Bayerisches Eliteförderungsgesetz BayEFG) und in ein neues Gesamtkonzept zur Begabtenförderung, dem Elitenetzwerk Bayern integriert wird.

2002

Im Herbst beschließt die Bayerische Staatsregierung grundsätzlich, das Elitenetzwerk Bayern einzurichten. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Professor Helmut Altner, Professor Walter Kröll, Professor Olaf Kübler und Professor Ernst-Ludwig Winnacker nimmt ihre Tätigkeit auf und gibt dem Freistaat Empfehlungen zur Etablierung eines Elitenetzwerks Bayern.  

2003

Staatsregierung und Landtag stellen 223 hochwertige Stellen für das Elitenetzwerk Bayern bereit. Zusätzlich werden dem Elitenetzwerk - dank großzügiger Unterstützung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft - insgesamt 14 Mio. Euro an Geldmitteln als Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt.

Eine hochkarätig besetzte Kommission unter dem Vorsitz des damaligen DFG-Präsidenten Professor Ernst-Ludwig Winnacker nimmt im Sommer ihre Arbeit auf. Hauptaufgabe ist zunächst die Auswahl der besten Eliteangebote der bayerischen Universitäten. Die Kommission tagt künftig regelmäßig und begleitet die Entwicklung der Elitestudiengänge und Doktorandenkollegs sowie das Elitenetzwerk als Gesamtkonzept.

Kommissionsvorsitzender Ernst-Ludwig Winnacker (Mitte) mit Ministerpräsident Edmund Stoiber (links) und Wissenschaftsminister Thomas Goppel (rechts) beim offiziellen Start des Elitenetzwerks Bayern

2004

Offizieller Start des Elitenetzwerks Bayern im Beisein von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Staatsminister Dr. Thomas Goppel und der Kommission am 22. November unter Beteiligung aller Eliteprojekte in der Pinakothek der Moderne.

Start der ersten zehn Elitestudiengänge und sechs Internationalen Doktorandenkollegs zum WS 2004/2005.


2005

Inkrafttreten des Bayerischen Eliteförderungsgesetzes zum April. Das Eliteförderungsgesetz (BayEFG) löst das Bayerische Begabtenfördergesetz (BayBFG) ab.

Kooperationsvertrag zwischen dem Elitenetzwerk Bayern und der bayerischen Eliteakademie.

Übertragung der Durchführung des zentralen Auswahlverfahrens zur Vergabe von Graduierten- und Postgraduiertenstipendien nach BayEFG an die Universität Bayern e.V.

Übertragung der Durchführung der Studierendenförderung nach BayEFG an die Studienstiftung des deutschen Volkes. Entwicklung des Max Weber-Programms Bayern gemeinsam mit der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Start der internen Evaluation der Elitestudiengänge und Kollegs durch standardisierte Studierenden-, Doktoranden- und Sprecherbefragungen. Diese werden künftig regelmäßig einmal im Jahr zur Unterstützung der Qualitätssicherung durchgeführt.

Offizieller Start des Max Weber-Programms Bayern, Auftaktveranstaltung am 5. Dezember im Neuen Museum Nürnberg im Beisein von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel und dem Präsidenten der Studienstiftung des deutschen Volkes, Professor Gerhard Roth.

2006

Konstituierende Sitzung des Beirats für das Eliteförderungsgesetz unter dem Vorsitz von Professor Wolfgang Frühwald, dem ehemaligen Präsidenten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Der Beirat tagt künftig regelmäßig und begleitet die Entwicklung der Studierenden-, Graduierten- und Postgraduiertenförderung nach dem Bayerischen Eliteförderungsgesetz.

Erste Absolventenverabschiedung des Elitenetzwerks Bayern in der Würzburger Residenz. Zwei Jahre nach dem Start erhalten die ersten 100 Absolventen der Elitestudiengänge und Kollegs ihre Urkunden von Wissenschaftsminister Dr. Goppel. Absolventenfeiern finden künftig regelmäßig einmal im Jahr statt.

Das Elitenetzwerk Bayern gibt seine erste Broschüre heraus: Elitenetzwerk auf einen Blick.

  • Elitenetzwerk auf einen Blick
  • Die zweisprachige Broschüre enthält alle wichtigen Informationen rund um das Elitenetzwerk Bayern. (Stand: April 2006)
  • Icon Download

2007

Start weiterer Elitestudiengänge und Kollegs zum WS 2006/2007. Damit sind 21 Elitestudiengänge und 11 Internationale Doktorandenkollegs eingerichtet.

Die fünf Doktorandenkollegs aus der ersten Runde reichen Anträge auf Weiterförderung ein. In allen fünf Fällen stellen die Fachgutachter  eine exzellente Qualität fest und geben ein positives Votum hinsichtlich der Weiterförderung der Kollegs ab.

2008

Die sieben Elitestudiengänge und fünf Doktorandenkollegs aus der zweiten Runde reichen Anträge auf Weiterförderung ein. Auch ihnen attestieren die Fachgutachtergremien eine hervorragende Qualität. Bei allen Modulen wird die Weiterförderung bewilligt.

Erstmals richtet das Elitenetzwerk Bayern auf der Nobelpreisträgertagung in Lindau den Bayerischen Abend aus.

Die Zahl der Stipendiaten im Max Weber-Programm wächst kontinuierlich. Im November wird die tausendste Stipendiatin willkommen geheißen.

2009

Begutachtungen zur Weiterförderung von drei Elitestudiengängen und einem Internationalen Doktorandenkolleg.

Erstmaliges Sponsoring und Produktion der Tagungstasche der Lindauer Nobelpreisträgertagung.

Kooperation mit dem Weiterbildungszentrum der LMU (Sprachraum) zur Organisation und Durchführung der Softskill-Seminare des Elitenetzwerks Bayern.

2010

Gesamtevaluation des Elitenetzwerks Bayerns. Im Oktober überreicht die Evaluierungskommission unter Vorsitz von Professor Elmar W. Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, ihren Abschlussbericht an Herrn Staatsminister Dr. Heubisch.

Die Durchführungsverordnung zum Bayerischen Eliteförderungsgesetz wird geändert; u.a. Berücksichtigung des doppelten Abiturjahrgangs 2011. 

Sieben weitere Begutachtungen zur Weiterförderung von Elitestudiengängen finden statt.

Ein Symposium zum Thema Frühstudium in München wird veranstaltet.

2011

Weiterentwicklung des Elitenetzwerks Bayern auf der Grundlage der Gesamtevaluation aus dem Jahr 2010: Im Juli 2011 stimmt das Kabinett den Umsetzungsplänen von Staatsminister Dr. Heubisch zu. Das erfolgreiche Konzept des Elitenetzwerks wird beibehalten und strukturell weiter optimiert. Als neue fünfte Förderlinie sollen Internationale Nachwuchsforschergruppen eingerichtet werden.

Änderung der Durchführungsverordnung zum Bayerischen Eliteförderungsgesetz: Die Erhöhung der Bildungspauschale im Max Weber-Programm wird auf 900,- € pro Semester erhöht. 

Drei weitere Begutachtungen zur Weiterförderung von Elitestudiengängen finden statt.

Das Elitenetzwerk Bayern öffnet sich auch für Schulen: Für Schülerinnen und Schüler der Hochbegabtenklassen wird in Kooperation mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus erstmals ein Softskill-Seminar angeboten.

2012

Die fünf ersten Internationalen Doktorandenkollegs sind nach einer Förderdauer von acht Jahren abgeschlossen. Die Kollegs gaben wichtige Impulse für die Beantragung weiterer Fördermittel oder boten die Grundlage für weitere Initiativen und Projekte. Damit demonstrieren sie die Nachhaltigkeit bewährter Strukturen. 

In der Ausschreibungsrunde für neue Internationale Doktorandenkollegs (IDK) und Internationale Nachwuchsforschergruppen (NFG) in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften werden drei IDKs sowie eine NFG durch die Internationale Expertenkommission des Elitenetzwerks Bayern zur Förderung empfohlen und vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bewilligt.

2013

Weitere sechs Internationale Doktorandenkollegs aus der ersten Förderrunde sind nach einer Förderdauer von acht Jahren abgeschlossen.

Die Weiterführung von geförderten Elitestudiengängen wird diesen in einer Anschlussphase unter eigener Finanzierung durch die Universitäten sowie unter Qualitätskontrolle des Elitenetzwerks Bayern ermöglicht.

Im Frühsommer findet die erste Sitzung des neu eingerichteten Strategiekreises statt, neben der Internationalen Expertenkommission und dem Beirat ein weiteres Gremium zur Qualitätssicherung. 

In der Ausschreibungsrunde für neue Internationale Doktorandenkollegs (IDK) und Internationale Nachwuchsforschergruppen (NFG) in den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften werden vier IDKs sowie vier NFGs durch die Internationale Expertenkommission des Elitenetzwerks Bayern zur Förderung empfohlen und vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bewilligt.

2014

Das Elitenetzwerk Bayern feiert sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer festlichen Jubiläumsveranstaltung im Schloss Nymphenburg. Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle verabschiedet Professor Ernst-Ludwig Winnacker als Gründungskommissionsmitglied des Elitenetzwerks Bayern und Vorsitzenden der Internationalen Expertenkommission sowie die Mehrzahl der langjährigen Kommissionsmitglieder. Ferner führt Staatsminister Dr. Spaenle den DFG-Präsidenten Professor Peter Strohschneider als neuen Kommissions-Vorsitzenden sowie die neu berufenen Kommissionsmitglieder in ihr Amt ein.

Das Staatsministerium erarbeitet ein Gesamtkonzept für die Begabtenförderung vom Schulbereich bis zum Hochschulbereich, worin das Elitenetzwerk Bayern zu einem wesentlichen Teil beteiligt ist.

 

2015

Eine neue Nachwuchsforschergruppe in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beginnt als sechste Gruppe ihre Forschungstätigkeit im Elitenetzwerk Bayern.

Sechs neue Elitestudiengänge in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und Informatik werden zur Förderung bewilligt. Weitere Ausschreibungsrunden für Elitestudiengänge und Nachwuchsforschergruppen in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beginnen.

Insgesamt vierzehn Elitestudiengänge werden für die Weiterführung in eigener Finanzierung der Universitäten in der Anschlussphase bewilligt und verbleiben damit für mindestens fünf weitere Jahre unter dem Dach des Elitenetzwerks Bayern.

Es wird ein umfassendes Gesamtkonzept für den Schul- und Hochschulbereich erarbeitet und auf Bundes- sowie Landesebene vorgestellt. Ziel dieses übergreifenden Gesamtkonzepts soll sein, kein Talent zu verlieren und alle Begabungspotentiale aktiv zu erschließen, unabhängig von schulischem Werdegang und sozialer Herkunft.

 

2016

Herr Staatsminister Dr. Spaenle beauftragt eine mit hochkarätigen externen Experten besetzte Kommission mit der zweiten Gesamtevaluation des Elitenetzwerks Bayern. Die Evaluation findet gemäß dem siebenjährigen Turnus im Jahr 2016/17 statt.

Sechs neue Elitestudiengänge in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Mathematik und Informatik beginnen zum Wintersemester 2016/17.

Zwei neue Nachwuchsforschergruppen in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften werden im Dezember 2016 mit Start in 2017 zur Förderung bewilligt.

Vier neue Elitestudiengänge in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften werden im Dezember 2016 mit Start in 2017 zur Förderung bewilligt. Weitere Ausschreibungsrunden für Elitestudiengänge und Nachwuchsforschergruppen in den Lebenswissenschaften und der Medizin, den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Mathematik und Informatik beginnen.

Ein weiterer Elitestudiengang wird für die Weiterführung in eigener Finanzierung der Universitäten in der Anschlussphase bewilligt. Damit wurden 15 von 20 Elitestudiengängen aus der ersten Tranche nach einer zehnjährigen Förderphase in die eigene Finanzierung der Universitäten übernommen.

Im Max Weber-Programm wird die Bildungspauschale ab Oktober auf 1290 Euro pro Semester angehoben.

Ab November werden neue Forschungsstipendien zu verbesserten Konditionen vergeben. Der Grundbetrag wird auf 1400 Euro pro Monat angehoben, die Verlängerungsmöglichkeiten des Stipendiums bei Elternschaft werden erweitert sowie die Hinzuverdienstmöglichkeiten verbessert.