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Stefan Hartmann

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Die Bedeutung von Soft-Skills oder Schlüsselqualifikationen sowie die Zentralität der Kommunikation über die Disziplinengrenzen hinweg sind Stefan Hartmann auch zwei wichtige Anliegen in seiner gegenwärtigen Position als Koordinator der Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (GGS). Diese Graduiertenschule, die gegenwärtig 16 strukturierte Promotionsprogramme umfasst und die von drei Fakultäten (Katholisch-Theologische, Philologisch-Historische, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät) getragen wird, hat aktuell 79 promovierende Mitglieder.
Parallel zu seiner Tätigkeit für die GGS ist Stefan Hartmann als Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Kunstgeschichte / Bildwissenschaft der Universität Augsburg tätig. Daneben hat er sich mit der Bedeutung von Mensen für die Campusuniversitäten der 1960er und 1970er Jahre beschäftigt. Als konkrete Untersuchungsbeispiele dienten ihm dafür die Universitäten Augsburg und Regensburg. Hierbei konnte er exemplarisch einen Paradigmenwechsel in der Campusplanung belegen – vom Versuch der oktroyierten, geschlossenen Campus-„Gemeinschaft“ zur „Verflechtung“ von Universität und Stadt. Darüber hinaus werden anhand des Wandels von Speisenangebot, -zubereitung und -ausgabe beispielhaft veränderte Ernährungsgewohnheiten sowie die fortschreitende Industrialisierung und Rationalisierung des Essens deutlich. Teilergebnisse wurden bereits publiziert (Universität Augsburg; Studentenwerk Augsburg (Hrsg.), Vom Tischgast zum Flaneur. Die Mensa der Universität Augsburg damals und heute, Augsburg 2012). Die Veröffentlichung der kompletten Arbeit befindet sich in Vorbereitung.
Sein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit zwei- und dreidimensionalen Geschichtsbildern im Sinne von (Re)Konstruktionen. Als Beispiel seien die Panoramen zum antiken Rom und Pergamon von Yadegar Asisi genannt.
Im August 2012 organisierte Stefan Hartmann zusammen mit Philipp Baur – aktuell Stipendiat des Elitenetzwerks – die Graduiertentagung „Ein bisschen Frieden? Der Wunsch nach Frieden und seine Manifestationsformen in den 1980er Jahren“ und war Ko-Kuratur der Ausstellung „Zu viel Panzer, zu wenig Hirn. Kunst für den Frieden – Positionen aus 6 Jahrzehnten“. Eine weitere Tagung mit Dr. Christian Thiel (ebenfalls Alumnus des Elitenetzwerks Bayern) befindet sich in Vorbereitung. Thema: Symbolik und Ästhetik von Geldscheinen.

[Bildunterschrift / Subline]: Am nachgebauten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie steht ein falscher US-Soldat Wache. Die Kommerzialisierung und Fiktionalisierung von Geschichte ist hier bereits seit zwei Jahrzehnten stark ausgeprägt.
[Bildunterschrift / Subline]: An diesem Ort eröffnete im September 2012 das Mauer-(Halb)Panorama von Yadegar Asisi, das den BesucherInnen die Situation im geteilten Berlin der 1980er Jahre vor Augen führen will