ELITE NETZWERK BAYERN

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15.10.10

Ehre, wem Ehre gebührt: Absolventenfeier 2010

Am 7. Oktober versammelten sich die diesjährigen Absolventen des Elitenetzwerks Bayern gemeinsam mit Angehörigen und Freunden in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität in München, um ihre Abschlusszeugnisse im Rahmen einer feierlichen Zeremonie vom Bayerischen Staatsminister persönlich überreicht zu bekommen. Bereits zum fünften Mal wurden Absolventen auf diese Weise geehrt, und das gediegene Rahmenprogramm, wie auch die Kulisse der ehrwürdigen Münchener Universität trugen zur stilvollen Atmosphäre des Abschlusszeremoniells bei.

Mehr als 500 Gäste hatten sich am Nachmittag des 7. Oktobers im feierlich geschmückten Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität eingefunden. Bereits eine Stunde bevor die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen sollten, kamen Absolventen, deren Angehörige und Professoren an den weißen Stehtischen zusammen, die in der weitläufigen Halle vor den Senatssälen aufgestellt worden waren. Bei einem Glas Wein und Bayerischen Gabelbissen gab es genügend Zeit sich auszutauschen und in der Menge nach bekannten Gesichtern zu suchen. 

Pünktlich um 16 Uhr wurden die Gäste in die repräsentative Große Aula gebeten, den Prachtsaal der Münchener Universität. Nachdem alle Anwesenden ihre Plätze eingenommen hatten, wurde der Festakt musikalisch vom Streichquartett des Max Weber-Programms eröffnet. Nach dieser ersten künstlerischen Einlage trat Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, aufs Podium um die Gäste gebührend zu begrüßen. Selbst ehemaliger Absolvent der LMU, betonte Heubisch die Bedeutung des Netzwerkgedankens und berichtete nicht ohne Stolz über den guten Namen, den sich das Elitenetzwerk mittlerweile auch weit über die Bayerischen Landesgrenzen hinaus erworben hat. „Es ist breiter Konsens, dass Breiten- und Spitzenförderung Hand in Hand gehen müssen. Das anfangs dünne Eis ist also tragfähig geworden. Heute trägt es die Exzellenzinitiativen des Bundes ebenso wie ein nationales Stipendienprogramm für besonders leistungsfähige Studierende“, erläuterte der Minister den Grundgedanken der Bayerischen Eliteförderung und schloss mit den Worten: „Damit schaffen wir den Einstieg in eine Stipendienkultur, die in Deutschland bisher fehlt."

 

Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Streichquartett des Max Weber-Programms[Bildunterschrift / Subline]: Bild links: Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Bild rechts: Streichquartett des Max Weber-Programms.

Als nächste Sprecherin trat die Absolventin des Elitestudiengangs „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ Barbara Uhlig aufs Podium, um dem Publikum in einem von Bildern untermalten Vortrag das Thema ihrer Arbeit zu den Illustrationen von „Alice’s Adventures in Wonderland“ näherzubringen. Darauf folgte die namentliche Ehrung sämtlicher Absolventen aus den insgesamt 21 Elitestudiengängen, die ihre Abschlussurkunde entsprechend der mittlerweile fünfjährigen Tradition vom Staatsminister persönlich überreicht bekamen.

Fortgesetzt wurde der Festakt mit einem Kurzfilm über das Forschungsstipendienprogramm des Elitenetzwerks, in dem die Literaturwissenschaftlerin Irina Hron-Öberg über das Profil sowie das Exzellenzprogramm der Forschungsstipendien erzählte, und einen kursorischen Einblick in ihre eigene Forschungsarbeit erlaubte. Die darauffolgende Ehrung einer kleinen Zahl von Forschungsstipendiaten wurde mit dem 3. Satz aus Dvořaks Streichquartett in C-Dur beschlossen, vorgetragen abermals vom Streichquartett des Max Weber-Programms.

Mit seiner Präsentation zu „Diamonds and carbonates in the Earth’s interior“ stellte sich ein Absolvent aus den insgesamt 10 Doktorandenkollegs des Elitenetzwerks vor. Der gebürtige Italiener Vincenzo Stagno erläuterte allgemein verständlich die Ergebnisse seiner Forschung, die in Zusammenarbeit mit der Ehime Universität in Japan entstanden waren. Über dieses und andere außergewöhnliche Projekte konnte man in der Broschüre des Elitenetzwerks nachlesen, die alle Gäste zusammen mit dem Veranstaltungsprogramm auf ihren Stühlen vorfanden: eine Sammlung von zehn Aufsätzen zu Forschungsarbeiten aus unterschiedlichsten Fachrichtungen, die allesamt aus der Feder von Stipendiaten und Absolventen des Elitenetzwerks stammen.

 

Vincenzo Stagno, Referent und Mitglied im Doktorandenkolleg Struktur, Reaktivität und Eigenschaften Oxidischer Materialien[Bildunterschrift / Subline]: Bild links: Absolventen des Elitestudiengangs Software Engineering zusammen mit Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch. Bild rechts: Vincenzo Stagno, Referent und Mitglied im Doktorandenkolleg Struktur, Reaktivität und Eigenschaften Oxidischer Materialien.

Darauf folgte ein zweiter Kurzfilm, in dem Johanna Gropper und andere Mitglieder des Max Weber-Programms über ihre Zeit als Stipendiatinnen und Stipendiaten berichteten. Folgerichtig schloss sich daran die Ehrung der Absolventen des Max Weber-Programms Jahrgang 2010 an. Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr auch die Mitglieder dieses Programms offiziell mit einer Urkunde geehrt.

Insgesamt 214 Absolventinnen und Absolventen wurden mit dieser Zeremonie verabschiedet und damit automatisch in den Kreis der Alumni aufgenommen. Ein letztes Mal trat der Staatsminister aufs Podium um die Schlussworte zu sprechen, und zu Klängen aus Dvořaks Streichquartett wurde der offizielle Teil der Veranstaltung für beendet erklärt.

Das Abendprogramm wurde mit einem Buffet in den Senatsräumen der Universität eröffnet, bei dem die nachmittags begonnenen Gespräche wiederaufgenommen werden und die Absolventen bei einem Glas Wein gebührend gefeiert werden konnten. Für magische Momente sorgten die Zauberkünstler Fabulus & Melagos, letzterer ebenfalls Absolvent des Elitenetzwerks, die ihre Illusionsbühne im Lichthof der Universität aufgebaut hatten und mit einem begeisterten Publikum rechnen konnten. Bis in die späten Abendstunden tummelten sich auf der imposanten Marmortreppe der LMU festlich gekleidete Menschen mit Weingläsern in den Händen und hier und da einer Urkunde in der Tasche.  

Irina Hron-Öberg, Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Absolventen 2010[Bildunterschrift / Subline]: Bild: Absolventen 2010