ELITE NETZWERK BAYERN

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Aktuelles aus den Programmen

Bayerischer Abend der Lindauer Nobelpreisträgertagung 2016

Wie in den vorherigen Jahren übernahm das Elitenetzwerk Bayern die Organisation des letzten Abends der Lindauer Nobelpreisträgertagung. Der bayerische Abend am 30. Juni bot den zahlreichen Gästen aus aller Welt Einblicke in die kulturelle und fachliche Vielfalt des Freistaates.

Prof. Michel, stilecht in bayerischer Tracht, zeigt den internationalen Gästen die Vorzüge des Forschungsstandortes Bayern. (Foto: Dominik Rattenbacher)

Dr. Cora Uhlemann und Markus A. Huber berichten von ihrer aktuellen Forschung. (Foto: Dominik Rattenbacher)

Die „Samerberger Tanzlmusi“ sorgt für gute Stimmung im Festzelt. (Foto: Dominik Rattenbacher)

Die landestypische Kleidung der Teilnehmer verleiht dem Abend eine einzigartige Atmosphäre.

Bei der diesjährigen 66. Tagung waren 29 Nobelpreisträger, Vinton G. Cerf (Preisträger des A. M. Turing Award 2014) und 400 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlerinnen aus 80 Ländern anwesend. Der bayerische Abend setzte sich aus einem vielfältigen Bühnenprogramm und einem darauffolgenden Abendessen zusammen. Hierbei wurde den internationalen Gästen natürlich gerne gezeigt, durch welche Spezialitäten sich die bayerische Küche auszeichnet. Begleitet von bayerischer Blasmusik bot der Abend die ideale Gelegenheit für einen geselligen Austausch zwischen den Preisträgern und Studierenden.

Die Eröffnung des Abends erfolgte im Lindauer Stadttheater durch den Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle. Nach einer kurzen Begrüßung stellte er das Elitenetzwerk Bayern und dessen Aufgaben z.B. die Vernetzung und Unterstützung junger Wissenschaftler vor. Er betonte außerdem, dass der Freistaat durch zahlreiche gute Universitäten und renommierte Forschungsinstitute ideale Bedingungen für die wissenschaftliche Karriere bietet.
Die Moderation des Abends übernahm Prof. Hartmut Michel, der 1998 den Nobelpreis in Chemie für die Erforschung der Molekülstruktur des Reaktionszentrums der Photosynthese im Purpurbakterium erhielt. Stilecht in bayerischer Tracht gekleidet präsentierte er eine humoristische Übersicht des Landes Bayern und seiner Bewohner. Zudem präsentierte er den Freistaat als idealen Forschungsstandort, der ihm zum Nobelpreis verhalf.

Um den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Tagung einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des Elitenetzwerkes zu geben, stellten zwei Mitglieder des Netzwerkes, Dr. Cora Uhlemann, Postdoc der theoretischen Physik an der Universität Utrecht, und Markus A. Huber, Doktorand der Experimentalphysik an der Universität Regensburg, ihre Arbeit in Kurzpräsentationen vor. Dr. Cora Uhlmann erklärte dem Publikum durch ihren Vortrag „The Skeleton of the Universe“ die Bedeutung Dunkler Materie für die Struktur des Universums. Durch den Vortrag „Ultrafast Nearfield Microscopy- Watching Electrons Oscillating at the Nanoscale“ lenkte Markus A. Huber das Augenmerk der Gäste von den Dimensionen des Universums auf die Phänomene der Nanowelt.

Nach diesen Einblicken in die Forschungslandschaft bekamen die versammelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Crashkurs in traditioneller bayerischer Musik. Die Musikanten der „Samerberger Tanzlmusi“ übernahmen die Bühne und unterhielten das Publikum mit bester Blasmusik. Nach einigen Liedern zog die Musikgruppe aus dem Stadttheater und geleitete die Gäste aus der Halle zum bayerischen Buffet. Nachdem der traditionelle Veranstaltungsort, die Inselhalle, wegen Bauarbeiten nicht verfügbar war, wurde das Buffet in ein Festzelt verlegt. Mit kulinarische Spezialitäten und bayerischem Bier wurde die internationale Gemeinschaft bestens versorgt. Um die typische Neugier der anwesenden Physiker zu stillen, konnte sich jeder auch mal selbst an dem Alphorn der Gruppe versuchen.

Obwohl der Abend hauptsächlich im Zeichen der bayerischen Kultur stand, waren auch alle ausländischen Gäste aufgefordert in den traditionellen Gewändern ihrer Heimat zu erscheinen. Hierdurch entstand eine einzigartige Atmosphäre des internationalen Austausches. Es wurde viel fotografiert, diskutiert und natürlich gefeiert.

Insgesamt war der bayerische Abend der 66. Nobelpreisträgertagung ein voller Erfolg, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Dominik Rattenbacher, Physik mit integriertem Doktoranden Kolleg

veröffentlicht am