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Aktuelles aus den Programmen

Bayerischer Abend bei der 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung

Der mittlerweile zur Tradition gewordene Bayerische Abend ist ein fester Bestandteil der Veranstaltungen im Rahmen der Lindauer Nobelpreisträgertagungen. Beim diesjährigen Bayerischen Abend fanden sich rund 600 Nachwuchswissenschaftler und 39 Nobelpreisträger in der frisch renovierten Inselhalle von Lindau ein. Menschen aus 84 Nationen waren eingeladen, den Freistaat näher kennenzulernen und sich kulturell auszutauschen.

Foto: Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Foto: Elena Schedlbauer

Foto: Elena Schedlbauer

Foto: Elena Schedlbauer

Foto: Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Die Teilnehmer waren dabei eingeladen, in traditioneller Kleidung ihres Heimatlandes zu erscheinen - und dieser Einladung kam eine Vielzahl von Gästen nur zu gern nach. So sah man neben Dirndl und Lederhosen auch farbenfrohe Kleider aus Asien und Afrika. Auch die Nobelpreisträger Dan Shechtman und Hartmut Michel trugen Lederhosen. In bayerischer Tracht sprühten zu Beginn auch "Die vier Hinterberger Musikanten" ihre Klänge in das internationale Publikum. Viele Gäste staunten über die bayerischen Tänzer und zeigten sich beeindruckt von deren Sternentanz.

Nach einer kurzen Begrüßung von Gräfin Bettina Bernadotte hielt der bayerische Kultusminister Bernd Sibler eine Rede über die Vorzüge Bayerns als Wissenschaftsstandort und freute sich auf Tanja Müller und Andreas Puschnik, die als Mitglieder des Elitenetzwerks Bayern ihre Forschungsarbeiten vorstellten.Durch die Vorträge führte der deutsche Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen, der selbst acht Jahre in Bayern verbrachte. In seinem Statement hob er unter anderem Würzburg als älteste Universität Bayerns heraus und ging darüber hinaus auch auf die Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität München ein. Natürlich durfte auch die schöne Natur und Alpenlandschaft Bayerns nicht unerwähnt bleiben.

Die erste Vortragende Tanja Müller, die in Oxford promoviert, präsentierte ihre neurowissenschaftlichen Forschungen über Fatigue - ein körperliches und mentales Erschöpfungssyndrom. Im zweiten Vortrag erklärte Andreas Puschnik einen neuen Forschungsansatz, virale Infektionen zu adressieren. Jeweils im Anschluss an ihren Vortrag wurden die beiden Nachwuchswissenschaftler von Nobelpreisträger Harald zur Hausen interviewt. Dabei wurden insbesondere die Vorteile des Elitenetzwerkes Bayerns deutlich. Attraktiv für die Studierenden seien unter anderem die kleinen, fachlich ausgezeichneten und international besetzten Kurse, die bereichernden Sommerakademien und der offene Austausch mit Studierenden anderer Fachrichtungen. Außerdem hält die finanzielle Unterstützung des Max Weber-Programms den Stipendiaten den Rücken für das Studium frei.

Zu Jodeln und Schuhplattlern gab es nach dem offiziellen Teil des Bayerischen Abends ein deftiges bayerisches Büfett u.a. mit Leberkäse, Semmelknödeln und bayerischem Bier.

Beliebt war auch eine Fotoleinwand, an der man direkt ein Foto ausgedruckt erhielt. Zusätzlich wurden auch jede Menge Selfies geschossen, um die einmalige Kombination aus Wissenschaft und individueller Tracht festzuhalten.

Zusammenfassend bot der Bayerische Abend eine hervorragende Möglichkeit, sich international mit Wissenschaftlern auszutauschen und zu vernetzen. Der herzliche und offene Umgang, den man sowohl in der Unterkunft, im Bus und auf der ganzen Insel zu spüren bekam, war einmalig und unvergesslich. Ich kann jedem empfehlen, sich für diese spezielle Tagung mit Nobelpreisträgern zu bewerben.

Tim Schilling, Max Weber-Programm

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für jedes Geschlecht.

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