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Forschungsarbeit

Interaktives Musizieren in sozialer Gemeinschaft unter Nutzung
von state-of-the-art Technologien 

Von Anna-Lena Dommes (06.06.2013)

Das Thema „Musik“ ist aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, denn das Musizieren ist schon immer ein wichtiger Bestandteil der Menschheit und hat sich über die Jahre hinweg verändert und weiterentwickelt. Ursprünglich haben die Menschen nur auf und mit ihrem Körper Musik gemacht. Sie erzeugten Rhythmen indem sie klatschten, stampften und dazu sangen. 

Ziel dieser Diplomarbeit war die Entwicklung eines innovativen Produktes, das das Thema „Bodypercussion“ neu interpretiert und auf zukunftsorientierte Art und Weise umsetzt. Unter Berücksichtigung der neuesten Technologien und der gesellschaftlichen Anforderungen entstand das Konzept imp“, das durch seine unterschiedlichen Bestandteile eine neue Möglichkeit des Musizierens auf und mit dem menschlichen Körper bietet. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt darin, die Menschen auch über Grenzen hinweg zusammenzuführen und für das gemeinsame Musizieren zu begeistern.

Dommes: Abb. 1

Das Produktkonzept imp setzt sich aus vier Hauptbestandteilen zusammen: den Pads, dem Button, einer Smartphone-Halterung mit integriertem elektronischen Soundmodul und einer funktionellen Tasche.

Dommes: Abb. 2

Um Musik zu erzeugen, benötigt man zunächst verschiedene Pads, die beliebig am Körper oder an anderen Gegenständen befestigt werden und diese somit in Percussion-Instrumente verwandeln. Sie sind in unterschiedliche Schlagflächen unterteilt und beinhalten ein besonderes funktionales, textiles Material, das Druck und Schläge in elektronische Signale verwandelt und kabellos an ein Soundmodul versendet. Das Modul übersetzt diese Signale wiederum in die gewünschten Sounds.

Neben den Pads beinhaltet imp außerdem den Button mit integriertem Beschleunigungssensor. Dieser kann z.B. am Fuß befestigt werden und so Stampf-Rhythmen erfassen, die in Signale umgewandelt und wiederum kabellos an das Soundmodul gesendet werden. Auch die Anwendung als Shaker ist dadurch möglich. 

Dommes: Abb. 3
Dommes: Abb. 4

Die Bedienung und Steuerung des Soundmoduls erfolgt über eine App. Um auch während des Spiels die Sounds ändern zu können, trägt man das Smartphone mit Hilfe einer Halterung, die das Soundmodul integriert, direkt am Arm. Die App bietet die Möglichkeit Effekte einzustellen, den Klang zu regeln oder in der großen Bibliothek aus vielen unterschiedlichen Sounds oder voreingestellten Sets seine Pads individuell nach seinem Geschmack zu belegen.

Die Tasche vereint drei unterschiedliche Funktionen. Sie dient zum einen dem Transport von Pads, Button und Halterung, ist gleichzeitig Lade-Station für diese Komponenten und beinhaltet zwei Lautsprecher zur Verstärkung der Musik. Der Ladevorgang erfolgt per Induktion und über einen integrierten Akku. 

Dommes: Abb 5
Dommes: Abb 6

Neben dem gemeinsamen, realen Musizieren bietet imp dem Nutzer die Möglichkeit, auch online über eine Plattform mit anderen in Kontakt zu treten. Dort können sie sich austauschen und auch über das Internet via Online-Jam Sessions miteinander musizieren. Dabei spielt es keine Rolle woher die Menschen stammen - imp verbindet! 

Dommes: Abb 7

Wissenschaftlicher Werdegang
  • 2007 - 2012
  • Diplomstudium Integriertes Produktdesign, Hochschule Coburg
  • 2009 - 2012
  • Stipendiatin des Max Weber-Programms

Praktika
  • 2007
  • Voss Design (Produktdesign), Lennestadt
  • 2008
  • burgkama GmbH (Modellbau), Bad Fredeburg
  • 2010
  • Vega Design (Produktdesign), Darmstadt