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Lindauer Nobelpreisträgertagung 2018: Akademisches Dinner mit Peter Doherty

Im Rahmen des Lindauer Nobelpreisträgertagung hatten zwölf junge Nachwuchswissenschaftler des Elitenetzwerk Bayerns die Möglichkeit, Professor Peter Doherty (Nobelpreisträger Medizin 1996) in kleiner Runde persönlich kennen zu lernen.

Peter Doherty stammt aus Queensland, Australien, und absolvierte dort auch seinen Bachelor und Master in Veterinärmedizin. Umso überraschender ist es, dass er sich im Anschluss an sein Studium entschied, verschiedene Forschungsstellen in den Bereichen experimentelle Pathologie, Mikrobiologie und Immunologie anzunehmen. Rückblickend scheint es eine exzellente Entscheidung gewesen zu sein, da er heute vor allem für seine Forschung am Immunsystem bekannt ist: gemeinsam mit Rolf Zinkernagel erhielt er 1996 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckungen der Spezifität der Zell-mediierten Immunabwehr.

Wie Peter Doherty uns bei einem gemütlichen Abendessen im Restaurant "Alte Post" verriet, verbindet ihn bis heute eine langjährige Freundschaft mit Rolf Zinkernagel. Seine Frau und er erzählten uns von ihren Plänen, im Anschluss an das Lindauer Treffen einige gemütliche Tage mit Rolf Zinkernagel in seiner Heimat, der Schweiz, zu verbringen. Auch darüber hinaus teilten beide viele spannende Anekdoten mit uns. Als wir fragen, wie der Moment war, an dem Peter Doherty von seinem Nobelpreis erfuhr, lacht seine Frau. Es sei früh gegen 4 Uhr gewesen, sie sei ans Telefon gegangen und es habe sich eine Stimme mit schwedischem Akzent gemeldet. Sie habe das Telefon an ihren Mann weitergereicht und gemeint "Hier, es ist für dich". Im Anschluss an dieses einmalige Telefonat seien ihnen nur noch wenige Minuten geblieben um ihre Kinder und das Institut, an dem Peter Doherty arbeitete, in Kenntnis zu setzen bevor das Telefon non-stop mit Medienanfragen klingelte.

Während wir das Abendessen mit Eis und Apfelküchle ausklingen ließen, hörten wir spannende Geschichten, wie eine Nobelpreisverleihung in Stockholm abläuft, wie die Kleiderordnung lautet und was überhaupt alles von einem zukünftigen Nobelpreisträger erwartet wird. Zusammenfassend freuten wir uns alle über die persönlichen Einblicke in das Leben eines Nobelpreisträgers und lächelten zum Abschluss einen unvergesslichen Abends in die Kamera.

Text: Marleen Haupt, Alumna Max-Weber Programm, Promotionsstipendiatin des Elitenetzwerk Bayerns
Bild: Patrick Kunkel/ Lindau Nobel Laureate Meetings

veröffentlicht am