ELITE NETZWERK BAYERN

Deutsch  Language Icon  |  Gebärdensprache  |  Leichte Sprache  |  Contact


News from the Programs

Der Königsplatz zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Nach dem Besuch der Neuen Pinakothek im Sommersemester 2017 trafen sich Alumni und Alumnae des Elitenetzwerks Bayern dieses Mal im Zentralinstitut für Kunstgeschichte.

Das international renommierte Zentralinstitut für Kunstgeschichte verfügt heute über eine der weltweit bedeutendsten und größten kunsthistorischen Fachbibliotheken und ist das einzige außeruniversitäre kunsthistorische Forschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Geschichte des Zentralinstituts für Kunstgeschichte begann 1945 mit der Einrichtung des Central Art Collecting Point, einer Sammelstelle für die Rückgabe der von Nationalsozialisten geraubten Kulturgüter an die rechtmäßigen Eigentümer, aus der 1946 dann das Zentralinstitut für Kunstgeschichte hervorging. Als Räumlichkeiten nutzten die amerikanischen Befreier damals die Gebäude des ehemaligen NSDAP-Parteizentrums am Königsplatz: den ehemaligen "Verwaltungsbau der NSDAP", heute Sitz des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, und den ehemaligen "Führerbau", der heute die Hochschule für Musik und Theater beherbergt. Während im "Verwaltungsbau" unter der Leitung des Reichsschatzmeisters das Parteivermögen kontrolliert und die Kartei der über sieben Millionen Parteimitglieder geführt wurde, diente der "Führerbau" Adolf Hitler und seinem Stellvertreter als repräsentativer Amtssitz.

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des NSDAP-Parteizentrums stand dann auch für die Alumni des Elitenetzwerks Bayern im Mittelpunkt eines höchst informativen, eindrücklichen und facettenreichen Rundgangs mit Prof. Iris Lauterbach durch den ehemaligen "Verwaltungsbau" und "Führerbau" des Parteizentrums, das das erste große Bauprojekt der Nationalsozialisten in Deutschland war und im Verbund mit der Umgestaltung des Königsplatzes nach den Plänen von Paul Ludwig Troost bis 1937 zu einem monumentalen Forum der Bürokratie und des nationalsozialistischen Kults entwickelt wurde.

Text: Geschäftsstelle des Elitenetzwerks Bayern

veröffentlicht am