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Doktorandenkolleg

Textualität in der Vormoderne

LMU München (Sprecheruniversität), Universität Erlangen-Nürnberg, Universität Regensburg, Universität Würzburg, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Doktorandinnen des Kollegs

Abschlussart: Promotion


Studiendauer: 4 Semester


Studienort: München


Zugangsvoraussetzungen: Hochschulabschluss


Unterrichtssprache: Deutsch


Studienplätze: 12

Das Kolleg macht neuere methodische Ansätze einer kulturwissenschaftlich aufgeklärten Textwissenschaft in der Klassischen Philologie, der Mediävistik und der Frühneuzeitforschung für einschlägige Dissertationsprojekte dieser Disziplinen fruchtbar. Behandelt werden Konstitutionsbedingungen, Erscheinungsformen, Funktions- und Verwendungsweisen inklusive der Überlieferungs- und Rezeptionsproblematik von Texten der europäischen und europäisch geprägten Kulturen der Vormoderne. Am Kollegstandort in München betreuen namhafte Sprach- und Literaturwissenschaftler verschiedener Philologien Doktoranden aus dem In- und Ausland. Institutionen der Spitzenforschung wie der DFG-Sonderforschungsbereich 573 „Autorität und Pluralisierung in der Frühen Neuzeit“ sind konzeptionell eng mit dem Doktorandenkolleg verzahnt. Zum Studienprogramm gehören unter anderem regelmäßige Oberseminare und eigenorganisierte Doktorandenkolloquien, interdisziplinäre Vorlesungsreihen, Gastprofessuren, Workshops und Sommerakademien. An der Gestaltung des Curriculums sind herausragende internationale Fachwissenschaftler historisch arbeitender, philologischer wie nicht-philologischer Fächer beteiligt. Für die Gruppe von zwölf Kollegiaten stehen gut ausgestattete Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Doktoranden erhalten Unterstützung bei ihren Recherchearbeiten an Forschungsinstitutionen im In- und Ausland, ebenso können sie Erfahrungen mit eigenen Lehrveranstaltungen sammeln. Das ausgewogene Studienprogramm in einem lebendigen und intellektuell anregenden Umfeld und die intensive Betreuung der individuellen Forschungsprojekte ermöglichen einen zügigen Abschluss der Promotion unter Exzellenzbedingungen.


Einen besonderen Fokus des Kollegs bildet die Frage nach der Spezifik vormoderner Textualität, für die neuere methodische Ansätze wie New Philology oder New Historicism zwar den Blick geöffnet haben, ohne dafür aber selbst schon durchgängig überzeugende Antworten geben zu können. Von Belang sind dabei insbesondere Probleme der Autorschaft, der Textidentität, der Medialität – speziell der Mündlichkeit und Schriftlichkeit, der Manuskript- und Druckkultur, dem Verhältnis von Wort und Ton, der Textualität im Verbund mit bild- und objekthafter Kommunikation –, ferner der Performativität sowie der Kontextualisierung. Die genannten Phänomene werden in text- und editionsphilologische, texthermeneutische, ideen- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge gestellt. Eine theoretisch reflektierte Zugangsweise, Neugier für die Andersartigkeit vormoderner Denk- und Kommunikationsweisen sowie ein lebendiges Interesse für die Fragestellungen von historischen Disziplinen jenseits der traditionellen Philologien sind wesentliche Voraussetzungen für die innovative Forschungsarbeit im Rahmen der Dissertationsprojekte des Kollegs.


Das IDK „Textualität in der Vormoderne“ hat seine Arbeit am 1. Dezember 2004 unter seinem Gründungssprecher, Prof. Dr. Peter Strohschneider (Germanistische Mediävistik), inzwischen Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, aufgenommen. Es vereint Betreuer aus den Sprach- und Literaturwissenschaften klassischer, mittel- und neulateinischer Philologien, aus anglistischer, germanistischer und romanistischer Mediävistik und Frühneuzeitforschung. Die erste Generation von Kollegiaten wurde in den Jahren 2006 und 2007 erfolgreich promoviert. Die zweite Generation von Kollegiaten promovierte von 2008 bis 2012.

Highlights aus dem Internationalen Doktorandenkolleg


Sprecher
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

Gefördert durch:
  • Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst;
  • Elitenetzwerk Bayern:
  • 1. Dezember 2004 - 30. November 2012