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Aktuelles

20.11.09

E.ON-Kulturpreis Bayern für die Mitglieder des Elitenetzwerks Bayern Dr. Ondřej Kalina und Dr. Wenjamin Rosenfeld

Am 29. Oktober 2009 wurde bereits zum fünften Mal der Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst verliehen. In der Kategorie "Universitäten" erhielten gleich zwei Forschungsstipendiaten des Elitenetzwerks Bayern den mit 4.000 Euro pro Preisträger dotierten Kulturpreis Bayern:  Dr. Ondřej Kalina, Politikwissenschaftler an der Universität Passau sowie Dr. Wenjamin Rosenfeld von der Fakultät für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Dr. Ondřej Kalina, Forschungsstipendiat des Elitenetzwerks Bayern, hat Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an der Universität Passau studiert und hier auch sein Promotionsstudium im Fach Politikwissenschaft absolviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Europäische Integrationsforschung, die Vergleichende Politische Systemlehre, sowie die mittel- und osteuropäische Region. Seine hervorragende Dissertationsschrift trägt den Titel "Ein Kontinent - Eine Nation? Prolegomena zur Bildung eines supranationalen Demos im Kontext der Europäischen Union". In seiner Doktorarbeit erläutert Ondřej Kalina den aktuellen Stand der Europaforschung. Gleichzeitig überprüft er die darin enthaltenen Vorschläge auf ihre Effektivität wie auch Umsetzbarkeit und kommt zu der Schlussfolgerung, dass eine Vielzahl davon, der sozio-politischen Realität nicht gerecht wird. Auf Basis eines originellen Konzepts, entwickelt der 29-jährige Politikwissenschaftler eine ganzheitliche Strategie, wie und mit welchen Resultaten sich das europäische Legitimationsdilemma durchbrechen lässt. Der Adressat seiner pragmatischen Reformvorschläge ist vorrangig die Politik, mit der Bereitstellung eines Analyserasters deckt er allerdings zugleich auch die Europawissenschaften ab.

Überreichung des Kulturpreises an Forschungsstipendiaten Ondrej Kalina durch die Laudatorin Prof. Dr. Gisela Anton, Professorin für Experimentalphysik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Dr. Wenjamin Rosenfeld mit dem E.ON-Kulturpreis Bayern.

Dr. Wenjamin Rosenfeld studierte Physik an der Universität Bonn. Darauf folgte in den Jahren 2004-2008 das Promotionsstudium an der LMU in München in der Arbeitsgruppe von Prof. Harald Weinfurter auf dem Forschungsgebiet der experimentellen Quantenoptik. Seit 2005 ist er auch Mitglied des Doktorandenkollegs "Quantum Computing, Control and Communication" im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern. Seine in der Kategorie "Universitäten" ausgezeichnete Doktorarbeit zum Thema Atom-Photon Verschränkung trägt den Titel "Experiments with an Entangled System of a Single Atom and a Single Photon". In diesem Projekt hat Dr. Wenjamin Rosenfeld die Verschränkung zwischen einem einzelnen Atom und einem einzelnen Lichtteilchen - einem Photon - experimentell erzeugt und untersucht. Dank seiner Forschungsarbeit deckte er speziellen Eigenschaften der quantenmechanischen Zustände auf, die prinzipiell neue Methoden der Informationsverarbeitung (Quantencomputer) und der Kommunikation (Quanten-Kryptographie) ermöglichen. Diese neuen Ansätze erlauben effiziente Lösungen von Rechenproblemen, welche auf klassischen Computern nicht innerhalb realistischer Zeit lösbar sind, sowie grundsätzlich abhörsichere Kommunikation.

Die E.ON Bayern AG verleiht seit 2005 den Kulturpreis Bayern für herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst verleiht dabei zusätzlich einen Sonderpreis. Ein Schwerpunkt dabei ist die Förderung der Kultur in den Regionen Bayerns. Jedes Jahr werden bayerische Künstler sowie Absolventen und Doktoranden der bayerischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen ausgezeichnet. In diesem Sinne soll der Kulturpreis Bayern ein Impuls zum Erhalt der kulturellen Vielfalt darstellen und zugleich einen Beitrag zur Förderung der Bühne für Kunst und Wissenschaft in Bayern leisten.

Alle Preisträger in der Kategorie Wissenschaft/Universitäten.