ELITE NETZWERK BAYERN

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Aktuelles

07.11.08

Soft-Skills, Networking und jede Menge Spaß!

Regelmäßig verbindet das Elitenetzwerk Bayern das Angenehme mit dem Nützlichen und bietet für seine Stipendiaten (Studierende und Doktoranden) die Möglichkeit zum Erwerb  von Schlüsselqualifikationen im Bereich Präsentation, Moderation, Kommunikationstechniken und Führungskompetenzen. Auch in diesem Herbst war es wieder soweit. Insgesamt 87 Stipendiaten der verschiedenen Förderprogramme hatten vom 02. bis zum 05. Oktober 2008 die Gelegenheit an einem speziell ausgerichteten Soft-Skill Workshop Wochenende im Altmühltal teilzunehmen. Assoziiertes Forschungsmitglied im Elitenetzwerk Bayern (NanoCat) Stephan J. Reitmeier berichtet über seine Erfahrungen.

Den Bewerbern um einen der begehrten Seminarplätze standen acht Kurse mit unterschiedlichem Inhalt zur Auswahl. Darunter Themen wie Rhetorik, Präsentations- und Dialogtechniken,  Selbstführung mit sozialer Kompetenz, Präsentationstraining für angehende Führungskräfte oder die Top-Bewerbung aus Unternehmenssicht.  Aber auch existentialistische Fragestellungen im Berufsleben wie „Wo komme ich her, wo will ich hin, was benötige ich dazu?“ und englischsprachige Kurseinheiten zum Thema „Effective Presentation and Communication Fluency“ fehlten diesmal nicht zu einem vielschichtigen, aufregenden Programm.

ABG-Tagungszentrum Beilngries[Bildunterschrift / Subline]: ABG-Tagungszentrum Beilngries (02. – 05.10.2008)

Im Verlauf des Wochenendes wurden dann in den acht parallelen Kursen verschiedenste Teilaspekte, die sich unter dem weitläufigen und oft schwammig präsentierten Begriff der Zusatz- und Schlüsselqualifikation verbergen, zu frischem Leben erweckt. Eingebettet in die malerische Landschaft des Altmühltals bietet das ABG-Tagungszentrum in Beilngries die ideale Möglichkeit, das Nützliche mit dem Angenehmen d.h. die theoretischen Kurseinheiten mit einer Vielzahl von praktischen Gruppenübungen zum Teil  unter  freiem Himmel  zu verknüpfen. Spielerisch wurden so die oft abstrakten Fragestellungen und Lerninhalte mit anschaulichen Beispielen und Rollenspielen verbunden. An diesem Wochenende musste zwar mit allerlei Wetterwidrigkeiten gekämpft werden, dennoch gelang es aber (fast) allen Gruppen-Teilnehmern, den Outdoor-Parcours trockenen Fußes zu überstehen. Neue Erfahrungen haben hierbei aber sicherlich alle Teilnehmer gewonnen!
Die kulinarischen Rahmenbedingungen könnten zudem nicht besser sein als sie im Tagungszentrum vorliegen. Beginnend wird hierbei die Verköstigung der Teilnehmer angeführt. Ein umfangreiches Frühstücksbuffet, das nahezu jeglichen Wünschen gerecht wurde, stellte die notwendig Ausgangsbasis für einen anstrengenden, arbeitsintensiven Seminartag dar. Das kulinarische Highlight bot dann das Mittagessen: Hier kann man sich kaum entschieden, welchen Leckerbissen man zuerst probieren und verspeisen möchte.  Nicht nur die gesamte, vielfältige Auswahl an Speisen aber auch die Qualität und Präsentation der Gerichte verdienen das Lob der Teilnehmer, v.a. wenn man von anderen Seminar- und Workshop- Veranstaltungen ausgehend ein derartiges Niveau gar nicht zu erhoffen gewagt hatte. Das Abendessen stand  dann schlussendlich den beiden Hauptmahlzeiten des Tages in nichts nach. Wer nach der überdies in den Pausen stattfindenden „Schlacht am Torten- und Kuchenbuffet“ immer noch nicht satt war und dennoch etwas mehr auf seine Linie achten wollte, konnte dies bei einem gesunden, reichhaltigen Salat-Mix ebenso tun wie derjenige, der es etwas deftiger z.B. mit Bayerischem Wurstsalat wünschte.
Das einzige erkennbare Manko des gesamten Wochenendes, das sich überhaupt nennen lässt, stellt die oft sehr unterschiedliche und undurchsichtige Zeitplanung der Kurseinheiten der Einzelkurse dar. Die allzu oft von einzelnen Kursleitern, entgegen der im Zeitplan vorgegebenen Zeiten der Einheiten, abgewandelten und verlängerten Kurszeiten erlaubten leider kaum einen regen und interessanten Austausch auch zwischen den Teilnehmern unterschiedlicher Kurse. Dem Gedanken des Networkings während des Seminars wird man dadurch nicht unbedingt gerecht. Trotz aller persönlichen Präferenzen der Kursleiter und Ihrer Themensetzungen sollte hier vielleicht, v.a. zur Stärkung des Gedankens der Vernetzung, auf eine etwas strengere Einhaltung der Kurszeiten und Pausen geachtet werden. Erst die Möglichkeit zu gemeinsamen Gesprächen und zum Diskurs z.B. beim Kaffe, Tee oder Salatbuffet am Abend eröffnet einen kursübergreifenden Gedanken- und Ideenaustausch der Teilnehmer. Die im Zeitplan vorgesehenen Pausen wären dazu geradezu ideal angelegt gewesen, sofern sie denn eingehalten worden wären.
Im Rahmen des vielschichtig angelegten Programms ist es bei derartigen Workshop-Wochenenden möglich, über die Grenzen der eigenen ideellen und finanziellen Förderung hinaus Kontakte zu knüpfen. Die Bedeutung dieser Art der ideellen Förderung der Stipendiaten wird beispielsweise seitens der Studienstiftung des Deutschen Volkes mit Sommerakademien und Seminarveranstaltungen seit Jahren untermauert und trägt auch seitens der Geförderten rege Früchte. Eine Verknüpfung der studentischen Teilnehmer des Max-Weber-Programms, der Elitestudiengänge, Forschungsstipendiaten, der Doktorandenkollegs aber auch der Jugendwettbewerbe wie z.B. Jugend Forscht  sind hier beispielsweise zu nennen. Aufgrund der breiteren Altersstruktur bei den Workshop-Wochenenden seitens der Stipendiaten ist es überdies möglich, viel mehr von persönlichen Erfahrungen oder Anregungen und Ratschlägen der Teilnehmer zu profitieren oder auch neue Wege zu beschreiten.
Zum generellen Kursangebot möchte ich sagen, dass durchwegs nur die positivste Resonanz sowie eine energiegeladene Motivationsatmosphäre in Beilngries zu verspüren war. Ich kann zwar nur für den von mir selbst besuchten Kurs „Die Top-Bewerbung aus Unternehmenssicht“ hier sprechen, aber ich bin mir sicher, so habe ich den Gesprächen mit den anderen Teilnehmern entnommen, dass die Zufriedenheit aller mit den übrigen sieben Kursleitern und Kursen nicht weniger groß ausgefallen.

Dr. Richter mit den Teilnehmern des Seminars[Bildunterschrift / Subline]: Impressionen zum Kurs „Die Top-Bewerbung aus Unternehmenssicht“

Mein Kompliment geht hierbei an den Kursleiter Herrn Dr. Christian Richter, der es mit seiner herzlichen, humorvollen aber dennoch bestimmten Art geschafft hat, dieses Wochenende trotz aller intensiven Arbeitseinheiten als durchwegs kurzweilig und interessant zu gestalten. Die Eindrücke, Tipps, Anregungen, Fragen aber auch Vorschläge und Hilfestellungen, die wir sowohl theoretisch erarbeiteten aber auch in praktischen Gruppen- und Rollenspielen vertieft haben, werden uns allen noch lange in Erinnerung bringen. Und das ist ja schließlich der Sinn eines Soft-Skill Seminars! Die Aussage einer weiteren Kursteilnehmerin „Vielen Dank Herr Dr. Richter. Sie haben uns allen denke ich, mit diesem Kurs die Angst vor dem Damoklesschwert des Bewerbungsprozesses genommen.“ möchte ich nur exemplarisch für die positive Resonanz des Kurses anführen. Herr Dr. Richter hat es geschafft, die in anderen Seminaren oft trockenen und langweilig dargelegten Fachinhalte so in persönliche Erfahrungen und Geschichten zu verpacken, dass alle Teilnehmer mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache waren und eine gewinnbringende Arbeitsatmosphäre erzeugt wurde.  Es sei angemerkt, dass natürlich auch die Zusammenstellung und Auswahl der Teilnehmer aus den einzelnen Begabtenförderwerken hier dazu beiträgt.
Sollte der ein oder andere dennoch einmal von langen und anstrengenden Diskussionen und Übungen des Kurstages ermüdet gewesen sein, so boten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten wie z.B. Saunagänge, Schwimmen im hauseigenen Hallenbad, Spaziergänge in der freien Natur aber auch Kegelrunden im Kegelkeller oder einfach ein kühles Getränk im „Bierstüberl“ als Möglichkeit der Entspannung und des Ausspannens an.
Insgesamt zeigte sich im Umgang der Teilnehmer wie ein roter Faden durch das Seminar gezogen, dass Soft-Skills nicht nur theoretisch studierbar sondern vielmehr praktisch erlebbar und probierbar sind.
Zum Abschluss kann man daher den Organisatoren des Soft-Skill Workshops nur ein Kompliment aussprechen für das gelungene Wochenende und hoffen, dass noch viele weitere Generationen von Stipendiaten diese einmalige Möglichkeit der ideellen Förderung erhalten.